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jahres um Urlaub zu bitten, der ihm auch bewilligt wurde. Die von ihm erteilten Stunden wurden bis zum Schlusse des Schuljahres durch die übrigen Kollegen der Realschule erteilt. Wigands Leiden verschlimmerte sich aber und am 8. Mai erlag er demselben. Er hat seit der Einführung der französischen Sprache als obligaten Lehrgegenstandes d. i. seit dem Schuljahr 1877/78 als Supplent treu und gewissenhaft der Anstalt gedient. An dem Grabe desselben hielt der scientifische Leiter der Realschule Herr Adolf Gottschling einen warmen Nachruf.
25. Mit Zuschrift des löblichen Presbyteriums vom 10. April 1896 wurde die Direktion davon verständigt, dass der löbliche Sparkassaverein auch in diesem Jahre aus dem Reingewinne des Jahres 1895 in seiner Generalversammlung vom 30. März für unsere Schulanstalten nam- hafte Unterstützungen gewidmet habe und swar:
1. Für die Realschule zur Deckung laufender Bedürfnisse 3000 fl. 2. Für die Elementarschule: a) zur Aufhebung des Schulgeldes zunächst in den unteren Klassen 1000 fl.; b) für laufende Bedürfnisse 1500 fl. 3. Zur besseren Unterbringung der Knabenschulen, beziehungsweise für den Knabenschul- baufond 5600 fl.
26. In der Zeit vom 9. bis 15. April unterzog Se. Hochwürden der Herr Superinten- dentialvikar Heinrich Wittstock das Gymnasium und die Realschule einer eingehenden Visitation. Die Arbeitshefte waren demselben bereits früher vorgelegt worden. Am 27. April hielt der- selbe mit dem Lehrkörper die Schlusskonferenz ab, in welcher er die während der Visitation gemachten Wahrnehmungen mitteilte und an diese Mitteitungen manche beherzigenswerten Rat- schläge anknüpfte.
27. In der Sitzung des löblichen Presbyteriums vom 10. April wurde der bisherige Lehrer an der Elementarschule Herr Friedrich Schuster zum Realschulprofessor gewählt und diese Anstellung mit Erlass des hochlöblichen Landeskonsistoriums vom 18. April 1896 Z. 1010 genehmigt.
Zur Erteilung der Stunden in der I. Elementarklasse Abt. b, wurde der Lehrer am Waisenhause Herr Johann Andrae in aushilfsweise Verwendung genommen.
28. Mit Erlass des hochlöblichen Landeskonsistoriums vom 17. April 1896 Z. 1005 wurde die Direktion verständigt, dass Se. Exzellenz der Herr k. ung. Minister für Kultus und Unterricht laut Erlass vom 2. April Z, 12602 zu den am Schlusse des laufenden Schul- jahres abzuhaltenden Maturitätsprüfungen als Regierungsvertreter für das evang. Gymnasium in Hermannstadt und die damit verbundene Realschule den Oberdirektor des Hermannstädter Schuldistriktes Herrn Josef Elischer delegiert habe.
29. Am 9. Mai fand im grossen Hörsaale des Gymnasialgebäudes im Beisein vieler zu der Feier eingeladenen Gäste die Millenniumsfeier statt. Auf den Gesang eines Chorals folgte die von Herrn Gymnasialprofessor Dr. Friedrich Schuller vorgetragene Festrede, den Schluss bildete der Gesang eines Vaterlandsliedes.
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