Aufsatz 
Geschichte des evangelischen Gymnasiums A.B. in Hermannstadt
Entstehung
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253 II. Bd. Nikolaus Zrinyi in Szigeth 29 Zeilen. 4. In Mathematik:) Es sind die Wurzeln der 2 1

5 1 Exponentialgleichung 4(1)= 11(9) 6 und y= 2 log x zu bestimmen.) Von einer drei-

seitigen Pyramide sind alle 3 Seitenkanten S= 40. Von der Grundfläche sind 2 Seiten b= 5, c= 6 und der von ihnen eingeschlossene Winkel a= 53⁰ 7 49 gegeben. Die Oberfläche und der Kubikinhalt dieser Pyramide sind zu berechnen.

Auf Grund der schriftlichen Prüfungen wurden alle Schüler zur mündlichen Prüfung zugelassen, welche am 20. Juni unter dem Vorsitz Sr Hochwürden des Herrn Superintendential- vikars Heinrich Wittstock und unter Mitwirkung des Hochwohlgebornen Herrn kgl. ungar. Regierungsvertreters Universitätsprofessor Gustav Heinrich abgehalten wurde. Von der münd- lichen Prüfung war ein Schüler wegen Krankheit zurückgetreten.

Von den 11 geprüften Schülern bestanden 3 die Prüfung mit gutem, 6 mit hinreichendem Erfolg, 2 Schüler wurden zu der im Monat September abzuhaltenden Verbesserungsprüfung angewiesen.

4. Mit Erlass des hochlöblichen Landeskonsistoriums vom 2. September 1895 wurde die Direktion davon verständigt, dass das hohe k. ung. Ministerium für Kultus und Unterricht laut Erlasses vom 24. August 1895 Z. 45060 zu der Verbesserungs- beziehungsweise Nach- trags-Maturitätsprüfung Sr. Hochwohlgeboren den Oberdirektor des Hermannstädter Schuldistrikts Herrn kgl. Rat Josef Elischer als Regierungsvertreter entsendet habe.

5. Die Nachtrags- und Verbesserungsprüfungen wurden am 11. September unter dem Vorsitze Sr. Hochwürden des Herrn Superintendentialvikars Heinrich Wittstock und im Beisein des Herrn Regierungsvertreters abgehalten. Zu der Nachtragsprüfung waren aus dem Gymnasium die beiden Schüler und aus der Realschule der eine Schüler zugelassen worden, welche von der mündlichen Prüfung wegen Krankheit zurückgetreten waren. Alle 3 bestanden die Prüfung und zwar von den beiden Gymnasialabiturienten der eine mit gutem, der andere mit hin- reichendem Erfolge und der Realschulabiturient mit gutem Erfolge.

2u der Verbesserungs-Maturitätsprüfung hatten sich die 4 Schüler des Gymnasiums und die 2 Schüler der Realschule gestellt. Alle bestanden die Prüfung.

6. Mit Erlass vom 27. Juni 1895 Z. 209/1895 teilte das löbliche Presbyterium mit, dass es über Vorschlag der Direktion dem Realschulprofessor Herrn Rudolf Briebrecher ein Stipendium von 200 fl. zu dem Zwecke verliehen habe, um während der Sommerferien einen französischen Sprachkurs in Genf oder Frankreich zu besuchen. Herr Briebrecher hat die beiden Ferienmonate Juli und August 1895 in Genf zugebracht und in dieser Zeit an dem Unterrichte des»Cours de vacances« teilgenommen.

7. Mit Zuschrift vom 7. August 1895 Z. 526 machte das löbliche Presbyterium an die Direktion die Mitteilung, dass das hochlöbliche Landeskonsistorium mit Erlass vom 1. August 1895 Z. 1620/895 den Gymnasialprofessor Herrn Heinrich Herbert auf sein eigenes Ansuchen in den bleibenden Ruhestand versetzt habe. Das Presbyterium hatte dem zurücktretenden Lehrer, welcher 32 Jahre lang in ausgezeichneter Pflichttreue und mit anerkennenswertem Erfolge an unserem Gymnasium gedient hat, seinen Dank ausgesprochen. Auch das Gymnasium und die mit demselben vereinigten Lehranstalten fühlen sich dem scheidenden Kollegen gegen- über, der durch sein reiches Wissen, durch seinen unermüdeten Pflichteifer ein Menschenalter hindurch der Schule so treue und erfolgreiche Dienste geleistet hat, der durch sein freundliches Wesen, durch seine besonnene und kluge Teilnahme an den Verhandlungen in den Lehrer- konferenzen sich die Liebe und Achtung aller Kollegen erworben hat, zum tiefsten Danke