Aufsatz 
Geschichte des evangelischen Gymnasiums A.B. in Hermannstadt
Entstehung
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wurde verczeren, inen in den ohn schaden zu halten. Ist im befohlen den herrn Mag. Escomium mitzubringen.¹) Aus dieser Veranlassung wurde in demselben Jahr der Plan, das Hermannstädter Gymnasium in eine gemeinsame sächsische Lehranstalt umzuwandeln, wieder aufgenommen, indem die Universität beschloss: Nachdem eine löbliche Universität vernommen, dass ein ehr- samer weiser Rat fürnehmens und willens ist, allhier in Hermannstadt ein Particularschul dem Land und der Jugend zu gut aufzurichten, auch derohalben den Mag. Martinum Breslacum von Fürstenberg schon aufgenommen und verdinget in Hoffnung, dass er den Herrn Magister Escomium Rüttingerum auch mit sich hereinbringen wird; hierüber han die Herren von allen Städten(ausgenommen Kronen) und auch von den VII Stühlen Zusag gethan, wo solche gelehrte Leute ingedinget wurden, das an derselben gebührliche Besoldung den ihrigen Theil wollten helfen ertragen. Breslacus hatte, wie aus seiner Grabschrift hervorgeht, zuerst Jus studiert, dann aber sich der Theologie zugewandt. Sein College Escomius Rüttinger scheint nicht mitgekommen zu sein. Breslacus starb schon im Jahre 1581 als Prediger.

II.

Die älteste Schulordnung. 1592 1598.

Was Melanchthon auf dem Gebiet der Schule begonnen hatte, das wurde von seinen Schülern fortgesetzt und weiter geführt, und in dem Zeitraum von wenigen Jahrzehnten machte das Schulwesen in Deutschland ausserordentliche Fortschritte. Was auf den Schulen gelehrt werden sollte, war schon in klarer und bestimmter Weise durch Melanchthon festgesetzt worden, das Studium seiner Nachfolger richtete sich hauptsächlich auf die Entwickelung der Methode des Unterrichtes und alle die bedeutenden Pädagogen aus der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts, Michael Neander in Ilefeld, Hieronymus Wolf in Augsburg, Valentin Trotzendorf in Goldberg und Johannes Sturm in Strassburg waren nicht nur praktische Schulmänner, welche die Anstalten, die sie als Rektoren leiteten, zu hoher Blüte brachten und durch die Erfolge, welche sie erzielten, überall zur Nacheiferung reizten, sondern sie machten auch in den pädagogischen Werken, die sie veröffentlichten, ihre Gedanken und Ansichten zum Ge- meingut Aller. Am bestimmtesten tritt an der Hermannstädter Schule der Zusammenhang mit den Bestrebungen Sturms und Trotzendorfs hervor.

An der Strassburger Schule lehrte von 1537 1581 der berühmteste Schulmann jener Zeit, Johannes Sturm. Er hatte der Strassburger Schule in allen Ländern Europas einen solchen Ruf erworben, dass dieselbe im Jahr 1578 mehrere 1000 Schüler zählte. Nicht nur aus Deutsch- land, sondern aus den verschiedensten Ländern kamen Studierende nach Strassburg.

So war auch Georg Deidrich aus Tekendorf, der in Bistritz, Hermannstadt und Klausen- burg studiert hatte, im Jahr 1587 nach Strassburg gekommen. Sturm stand wohl nicht mehr im Amt, doch wure die Akademie in seinem Geiste geleitet. Nachdem Deidrich hier mehrere

¹) Schwarz I, S. 31.

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