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Kongruenz derſelben, Parallellinien und Parallelogramme, Maß der Winkel im Dreiecke, nach
Hoffmanns geometr. Wiſſenſchaftslehre.
6. Geſchichte der Römer bis zum Tode des Auguſtus trug ebenfalls Herrmann vor.
7. Geographie aller Länder Europas außer Deutſchland gab Martin Helm. 4 III. In der dritten Klaſſe war
1. Der Religionsunterricht mit der II. Klaſſe kombiniert.
2. Im Griechiſchen gab Weyer die Etymologie bis zu den unregelmäßigen Zeitwörtern mit entſprechender Lektüre aus Jakobs' Leſebuch und deutſch⸗griechiſchen übungen nach Rettig.
3. Im Lateiniſchen behandelte Martin Helm Grammatik und den Cornelius Nepos, Weyer den Phaedrus.
4. Deutſch wurde von Weyer gegeben. Der Unterricht enthielt Grammatik nach Heinſius' kleiner Sprachlehre, Anleitung zu kleineren Aufſätzen und Übung im mündlichen Vortrag.
5. In der Mathematik lehrte Herrmann
aus der Arithmetik die Proportionen und deren Anwendung zu Geſchäftsrechnungen;
aus der Geometrie Einleitung in die Geometrie, die Grundlehren vom Kreiſe, Entſtehung und
Kongruenz der Dreiecke.
6. Geſchichte der Griechen von den älteſten Zeiten bis 300 v. Ch. wurde von Weyer vorge⸗ tragen nach Krafts Handbuch.
7. Die Geographie gab Martin Helm, ſie enthielt allgemeine Einleitung in die Geographie, Einleitung zu Europa und die deutſchen Bundesſtaaten.
IV. In der vierten Klaſſe:
1. hatte der Religionsunterricht, den Prieſter Arzberger erteilte, die Erlöſung und wie der Menſch ſich derſelben teilhaftig mache, zum Gegenſtande.
2. Latein lehrte Grieſer und zwar Grammatik nach Bröders kleiner Sprachlehre mit ſchrift⸗ lichen und mündlichen übungen. Dabei wurde Eutropius geleſen und auserwählte leichte Stücke aus verſchiedenen Schriftſtellern.— Weitere Lektüre leitete Weyer aus Jakobs' lateiniſchem Leſebuch.
3. Der deutſche Unterricht, den Herrmann vertrat, eſſtreckte ſich über Rechtſprechen u. Rechtſchreiben.
4. Auch den mathematiſchen Unterricht erteilte Herrmann und behandelte
aus der Arithmetik: die Zahlen überhaupt, die vier Rechnungsarten in benannten und unbe⸗
nannten Zahlen; Brüche und Dezimalbrüche;
aus der Geometrie: geometriſche Anſchauungslehre.
5. Kalligraphie lehrte Grieſer, der dieſen Gegenſtand auch in der zweiten und dritten Klaſſe vertrat. Geſang und Zeichnen werden in dieſem Programm nicht erwähnt.
Von dem Jahre 1832 bis zum Jahre 1851 liegt uns kein Programm vor. Aeltere Leute, die ſchon in den 1830er Jahren das Bensheimer Gymnaſium beſuchten, ſagen aus, daß der franzöſiſche Unterricht, der zwar im Programm von 1832 nicht erwähnt wird und alſo in dem damals verfloſſenen Schuljahr noch nicht erteilt worden war, doch noch in der erſten Hälfte jenes Decenniums von Martin Helm übernommen und von da ab ſtändig gegeben worden ſei.


