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Noë ſowohl wie in Noack, falls dies nicht aus dem Slaviſchen nowak einen novus colonus bezeichnet, wogegen Nacho Nack zu ahd. nacho Nachen gehört. Sem, Ham und Japheth haben eine zu deutliche ethnologiſche Beziehung, als daß ſie aus der lingui— ſtiſchen Terminologie hätten heraustretreten können, Sem(nomen, gloria) der Ruhm— volle(wie die Slaven von slava 2460⸗), der das eigne Volk und deſſen nächſte Verwandte repräſentirt, Ham(calor) der Mann der Hitze in den Südländern, namentlich in Aegypten, Japheth(expansio) der Mann der Ausbreitung der vom Ganges über den Norden bis nach Britannien und Spanien verbreiteten indoeuropäiſchen Völker, auch den Griechen in Japetos als Stammvater der Hellenen bekannt. So bilden Noah's Söhne und Geſchlechter eine Völkertafel, welche geſchichtliche von Knobel geiſtreich erhellte Streiflichter ausſendet, die von Aſchkenas oder Ascanius bis nach Aſcanien in Deutſchland, von Gomer bis zu den Cimmeriern und Cimbern, bis zu den Kymren in Cambria und Cumberland mit Montgomery, bis nach Cambray und Chambery ſich erſtrecken. Nicht minder deutlich ſpricht die typiſche Bedeutung der Namen in der Urgeſchichte der Iſraeliten. Schon der Stammvater kündigt ſich als ſolchen an in ſeinem Namen Abraham(pater multitudinis, nach einer früheren Schreibart freilich pater altitudinis d. i. altissimus, wie Semiramis gloria altis- sima). Zu der Menge der von ihm abſtammenden Völker gehören auch die Araber (Ibrahim); aber ſie erhalten den tieferen Rang, indem ſie von der verſtoßenen Magd Hagar(fuga, gleichſam Vorbild der Hedſchra) abſtammen, während die ächte Stamm⸗ mutter Iſraels als Fürſtin(Sara regina, der Name noch in England, wie Miß Sara Sampſon) hervorſtrahlt. Dem heroiſchen durch nationale Bedeutung ausgezeichneten Abraham, deſſen Name faſt ausſchließlich den Iuden verblieben iſt, folgt der gemüthlich beſcheidene in ſtiller Häuslichkeit zufrieden lächelnde Iſaak(risit, alſo Gelasius, Lach⸗ mann), den außer Byzanz, Rußland und England gleichfalls Niemand den Juden ſtreitig gemacht hat. Die ſanft feſſelnde Rebekka(irretiens) iſt durch Umdeutung ihres Namens(nach fr. re und bec Schnabel) bei den Franzoſen ohne ihre Schuld zur belfernden Widerſprecherin geworden. Eſau(Rufus) war zu anrüchig, um irgendwo adoptirt zu werden, und wie zaͤhlreich auch in allen Zeiten die Jagdliebhaber geweſen ſind, doch hat es wohl niemals dem Namen nach unter ihnen einen Nimrod(rebellis) oder Herrn von Eſau gegeben. Deſto beliebter iſt Jakob(supplantator) trotz ſeines Namens, der einen Ferſenhalter bezeichnet, oder einen, der Andern ein Bein ſtellt, um ſie zu Falle zu bringen, und man muß die Aufrichtigkeit bewundern, mit welcher die Geſchichte dem Namen entſprechend in dieſem Stammvater und Repräſentanten des ganzen Volkes Liſt über Liſt zu eignem Gewinn hervortreten läſſt, bis er in höherem Lebens⸗ alter als Gotteskämpfer(Iſrael pugnator Dei) zu edlerer Würde ſich erhebt. In welch entlegene Sphären dieſer Name verſetzt worden iſt, können ſchon St. Jago, die Jacobiner und Jacotot beweiſen. Der erſte Jacobi in Deutſchland war ſelbſt ſchon Sohn eines Jakob, aber als ein Mann, der ſeinen lateiniſchen casum zu ſetzen wuſſte, wollte er ſich lieber Jacobi sc. filius, als Jakobſon oder Jacobs nennen. Zu den Verſtümmelungen gehören Jockel und Jöckel bis zu e. Jack, womit die Engländer Alles benennen, was ſonſt keinen Namen hat, oder wofür ſie den rechten Namen eben nicht zu ſinden wiſſen. Von Jakobs beiden Frauen iſt nur Rahel(agna) beliebt geblieben, Lea heißt keine mehr, denn keine wollte häſſlich ſein. Von ſeinen 12 Söhnen kommen hier in Betracht Levi(congregatio), wovon Levita ſeit Er⸗ ſcheinung der Iſidoriſchen Decretalen in Mainz über 1000 Jahre verblieben; Simeon (exauditio, Erhörung der Bitte um einen Sohn), ſpäter verwechſelt mit dem Griechen Simon, wie ſchon der dritte Makkabäer, der UÜrheber der erſten hebräiſchen Münzen heißt, und noch ſpäter ſogar mit dem deutſchen Siegmund; endlich Joſeph(auxit) in vorzüglicher Bedeutſamkeit, denn welcher Name könnte unter Jakobs Söhnen den ägyp⸗


