Aufsatz 
Französische Schulgrammatik und moderner Sprachgebrauch / Rudolf Diehl
Entstehung
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(annähernd 2 ½ Wochen); die Pfingstferien vom ersten Pfingstfesttage bis zum Montage nach Trinitatis einschl.(8 Tage), die Sommerferien vom 15. August bis zum 18. September einschl.(5 Wochen), die Weihnachtsferien vom 24. Dezember bis zum 6. Januar einschl. (14 Tage) zusammen 10 ½ Wochen.

Verfügung vom 11. Februar 1895: Auf die Verwendung des vaterländischen Romans Gerke Suteminne von Gerhard von Amyntor und des Dr. Güssfeld'schen Werkes über die Nordlandsreisen Seiner Majestät des Kaisers und Königs als Prämien für Schüler der oberen Klassen ist Bedacht zu nehmen.

Verfügung vom 18. Februar 1895: Nachdem die überwiegende Mehrzahl der Eltern der die höheren Schulen Wiesbadens besuchenden Schüler(1014 gegen 95 Stimmen) für das Sommerhalbjahr den Schulbeginn um 7 Uhr gebilligt hat, wird eine auf den Beginn um 8 Uhr zielende Petition abschlägig beschieden und die vorigjährige Festsetzung 7 Uhr aufrecht erhalten.

Verfügung vom 20. Februar 1895: Die von A. O. Troitsch in Berlin ausgeführte Reproduktion des im Besitze Seiner Majestät des Kaisers und Königs befindlichen Bildnisses des Grossen Kurfürsten von Pieter Nason wird zur Anschaffung aus Anstaltsmitteln empfohlen.

Verfügung vom 11. März 1895: Es wird genehmigt, dass der Vorschullehrer Karl Schauss die Funktionen eines Organisten an der Ringkirche im Nebenamt übernehme.

III. Chronik der Schule.

Das Schuljahr wurde Mittwoch, den 4. April mit der Mitteilung des Stundenplans und der Aufnahmeprüfung, der Unterricht tags darauf um 7 Uhr vormittags erõöffnet. Während des Winterhalbjahrs wurde der Vormittagsunterricht um 8 Uhr, in der Zeit vom 12. November bis zum 9. Februar unter Beschränkung auf die Dauer von 3 ½ Stunden mit Verkürzung der Pausen um 8 ½ Uhr begonnen. Die Pfingstferien dauerten vom 13. bis 21. Mai, die Herbstferien vom 15. August bis 18. September, die Weihnachtsferien vom 23. De- zember bis zum 7. Januar.

In Gegenwart Sr. Majestät des Kaisers und Königs wurde am 16. Oktober v. J. das dem Gründer des Reiches, Kaiser Wilhelm I., von der Stadt Wiesbaden errichtete Denk- mal feierlich enthüllt, am Abend desselben Tages das neue Königliche Hoftheater eröffnet. Der Oberrealschule wurde wie den übrigen Schulen unserer Stadt die Freude zu teil, sich an dem festlichen Empfang Sr. Majestät durch Aufstellung in der Wilhelmstrasse zu beteiligen. Die Lehrer wohnten, so weit sie nicht durch die Führung ihrer Klassen in Anspruch genommen waren, zusammen mit einer aus 32 Schülern gebildeten Abordnung der Enthüllungsfeier am Denkmal bei. Allen Teilnehmern wird diese erhabene Feier in unvergesslicher Erinnerung pleiben, und zeitlebens wird unsere Jugend sich der hohen Ehre erinnern, dass es ihr ver- gönnt gewesen ist, ihren Kaiser und König von Angesicht zu Angesicht zu schauen und zu begrüssen. Der Geburts- und der Todestage der in Gott ruhenden Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. wurde in der üblichen Weise gedacht; die Ansprache an die mit Beginn der ersten Vormittagsstunde in der Aula versammelten Schüler hielt Herr Oberlehrer Dr. Klein am 15. Juni, Dr. Wickel am 18. Oktober, Dr. Diehl am 9., Dr. Degenhardt am 22. März. Die Vorfeier des Allerhöchsten Geburtstages Sr. Majestät unseres Kaisers und