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letzte Beispiel mit dem Adverb tout vor dem Adjektiv zeigt deutlich, dass von einer Zu- sammenfassung zu einem Begriff hier nicht die Rede sein kann.
Ein Beispiel des partitiven de mit dem Fürwort tout[Vgl. Plattner§ 211 Anm. 2] möge hier noch Platz finden: Pour adoucir notre sort de brutes nous avons découvert et fabriqué de tout, à commencer par des maisons, puis des nourritures exquises etc.(I. B. 45).
à. Dem englischen Dativ der Zugehörigkeit ſa servant to his master, daughter to the queen u. s. f.] entsprechend, findet sich bei Maupassant in volkstümlicher Redeweise häufig die Präposition a zur Bezeichnung der Verwandtschaft oder des Dienstverhältnisses z. B. la petite à Joseph Rivet(M. T. 31);— le petit à la Blanchotte(M. T. 210);— la fille au pere Auban(I. B. 160);— le gars à la Michaude(M. T. 210).— l'épouse d Georges Duroy(B. A. 253); la servante ι maitre Vallien(M. T. 103).
Nach den Schulgrammatiken heisst„an jemand glauben“ croire à qyu., dagegen croire en Dieu, en Jésus-Christ; unser Schriftsteller gebraucht jedoch auch in diesem Falle durchweg à Les gens qui croient à& Dieu et ceux qui n'¹ croient pas(V. 263).— II ne croyait, disait-on, ni àd Dieu ni à diable(H. 143).— Elle croyait ᷣ Dieu sans aucun doute.(F. M. 226).— Pensez-vous que je croie à Dieu(I. B. 16).
Ein auffälliger Gebrauch von à findet sich in den Sätzen: J'y retournai chasser l'au- tomne[statt en automne](M. H. 333).— Il fut donc convenu que la cérémonie aurait lieu dans six semaines, au 15 aoüt[statt le 15 aoùt](V. 59).
sur. Gleich l'emporter sur qn. und uvoir Vavantage sur qn. findet sich auch gagner sur qn. Ljemand etwas abgewinnen]: Il calcula tout de suite qu'elle gagnait encore vingt sous sur lui(H. 200).— Ahnlich: un trait, un détail pris sur une autre personne(V. E. 164).
Sur bezeichnet die Richtung: Tous les deux nous tiràmes sur la chaine(M. T. 82). Sur drückt die Beziehung auf den Gegenstand einer geistigen Thätigkeit aus ſ[vgl. réfléchir sur qch., renseigner sur qch. u. s. f.]: Et des souvenirs en foule surgisaient dans ma pensée, des souvenirs sur la vie, que je venais de quitter, sur des gens connus, observés ou aimés(V. E. 13).
Wie ich bereits im Anfang betonte, können die Ergebnisse dieser Arbeit, welche sich nur auf einen Autor beschränkt und daher nur einen kleinen Bruchteil der neueren französischen Litteratur umfasst, keine endgültigen sein. Weitere Beobachtungen müssen hier ergänzend und berichtigend eintreten, und so könnte unter reger Mitwirkung vieler eine Grammatik des modernen Sprachgebrauchs erstehen, ein Ziel, dem übrigens die Plattner'’sche Schulgrammatik in der Gründlichkeit und Fülle der Beobachtungen recht nahegekommen ist. Eines ist nun aus dem Verlauf unserer Untersuchungen klar geworden, nämlich die Thatsache, dass der moderne Autor dem volkstümlich-archaischen Element einen bedeutenden Raum gewährt. Dies zeigte sich in der Stellung des pronominalen Objekts vor dem Verbum finitum mit folgendem Infinitiv, bei den reflexiven und unpersönlichen Verben, bei den Adjektiv-Adverbien sowie bei dem partitiven de.
Für die Schulgrammatiken dürfte es ratsam sein, die Regeln gewisser Kapitel, wo der Sprachgebrauch schwankt, vorsichtiger und weniger apodiktisch zu fassen. Im anderen Falle entstehen leicht Differenzen mit der Lektüre, die man heutigen Tags mit Vorliebe modernen Schriftstellern entlehnt. Auch kurze Belehrungen über Wandlungen, die sich in der Sprache vollzogen haben, könnten gelegentlich in den oberen Klassen zur Vertiefung des Sprachver- ständnisses dienen und vorkommende Widersprüche zwischen Grammatik und der Sprache des Schriftstellers erläutern. Einzelne grammatische Kapitel erfordern eine Umgestaltung. Dies


