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gilt vor allem von der Lehre über die Stellung des attributiven Adjektivs, welche nach den Grundzügen der Dühr'schen Theorie umgearbeitet[Kühn hat die Resultate derselben bereits in der zweiten Auflage seiner Schulgrammatik benutzt], für den Unterricht entschieden frucht- barer zu verwerten sein würde als die bisherige Darstellung dieses Kapitels. Auch im Ein- zelnen dürften sich Erleichterungen für den Schüler ergeben, wenn man die Grammatiken mehr dem modernen Sprachgebrauch nähert. So würde sich nach den Ergebnissen obiger Untersuchungen die Frage des expletiven ne erheblich einfacher gestalten. Man könnte sich entschliessen, das ne nach den Verben des Fürchtens sowie nach empécher für fakultativ zu erklären, wie es bereits mit dem ne nach verneintem nier und douter geschehen ist, eine Neuerung, die sicher dem Schüler manchen Fehler ersparte. Es fiele ferner der Unterschied weg croire à qn. und croire en Dieu, sowie der zwischen aimer à f. qch. und aimer mieuæ. qch.
Ich schliesse diese Arbeit in der Hoffnung vielleicht Anregung zu weiteren Beobachtungen des Sprachgebrauchs moderner Autoren gegeben zu haben. Dass gerade grammatische Studien in der modernen französischen Sprache unzweifelhaft von Wert sind, haben berufene Männer längst erkannt und ausgesprochen. Auch liegt es auf der Hand, dass durch die eingehende Lektüre moderner Prosa nicht nur die wissenschaftliche Kenntniss der Sprache, sondern, was für den Lehrer mindestens ebenso hoch anzuschlagen ist, praktisches Können erheblich ge- fördert wird.


