Aufsatz 
Französische Schulgrammatik und moderner Sprachgebrauch / Rudolf Diehl
Entstehung
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riches campagnes, ses vertes foréts, ses grands fleuves calmes(V. 49)[une forét verte= ein grüner Wald, une verte forét= ein frischer Wald]. J'étais bien dans cette ferme ignorée, loin de tout, pres de la Terre, de la bonne, saine, belle et verte terre(M. H. 16); les grisdtres feuillettes(J. B. 73); l'éternelle et profonde infamie de l'homme(B. A. 166); un épais, un impenétrable plafond(S. 155).

Die Häufung vorangestellter Attribute, wohl der beste Beweis gegen die Theorie vom Einfluss des Wohlklangs auf die Stellung, ist besonders in neuerer Zeit bei den Impressionisten oder der malenden Schule beliebt, zu der auch unser Autor gehört. Man höre nur: une in- concevable, horrible et monstrueuse fatalité(F. M. 268); le long, lent et muet defilé des troupeaux (S. 97); l'irrécusable preuve de'cternelle, unirerselle, indestructihle et omnipotente bétise(E. 53).

Gleich den Adjektiven haben die aktiven und passiven Participien, die volle Bedeutung des Zeitworts wahrend, ihre Stellung hinter dem Substantiv. Nun ist die Menge der Fälle, wo dieselben dem Substantiv vorangehen, bei den Schriftstellern der genannten Schule er- staunlich. Doch bereiten diese Fälle keine Schwierigkeit, wenn wir in jedem Beispiel die Bedeutung des Attributs mit der des Substantivs vergleichen. Es kann von einer eigentlichen Bedeutung des Particips keine Rede mehr sein, wenn es heisst: un orasant furdeau(C. L. 304); un tonnant spectacle(V. E. 176); un assourdissant vacarme(M. T. 59); un clatant soleil de juillet(B. A 305). Hier bedeutet das Particip eine Verstärkung des Substantivbegriffs(schwer, heftig, stark). Eine Schwächung des Substantivs dürfte man sehen in: sa fuxgante pensée de sauvage.(M G. 31) Lediglich lobender Natur sind die Participien in: la grisante poësie de cette soirée(M. T. 299); la surprenante sensation(V. E. 13); la surprenante abbage(H. 14); ces snrprenants rochers(V. 94); l'émotion de la plus surprenante beauté(V. E. 44); de nouvelles et surprenantes rurictés(C. 167).[grisant, sur- prenant= wunderbar, ausserordentlich]. Dagegen heisst es une hose surprenante(V. E. 58),. denn hier steht surprenante in der eigentlichen Bedeutung bei dem nichtssagenden Worte chose. ce prérojant domestique(M. G. 31); prérojant= klugl. ces tres fines et tres sétuisantes épitres d'un écrivain vraiment ému(C. 64).

Einen Tadel vernimmt man in: horripilante décoration(V. E. 7); la brilante clarté du jour(M. H. 7); le dévorant soleil du sud(S. 151); le mordant parfum des plantes aromatiques (V. 91); une des passionantes occupations(V.); ils se sonderent dans une muette et obstinçe interrogation(V. 71).

Eine Massbestimmung hat man in: un infini roman d'amour(F. M. 25); linfini= long, éternel].

B. Die Inversion.

Unter Inversion versteht man die Umkehrung der gewöhnlichen Stellung: Subjekt Prädikat. Sie tritt unter den bekannten Bedingungen im direkten Fragesatz ein. Ausser der Frage hat sich die Inversion in neuerer Zeit weiten Eingang verschafft, und ihr Vor- kommen im Aussagesatz dürfte dem Streben der Schriftsteller zuzuschreiben sein, die durch die herkömmliche Stellung der Satzteile entstehende Monotonie zu beseitigen und der Diktion Abwechselung und Mannigfaltigkeit zu verleihen. Die betreffenden Regeln der Schul- grammatiken sind von Plattner(§§ 208 210) erheblich erweitert worden. Er unterscheidet bei der Inversion des substantivischen Subjekts folgende Fälle:

1) Relativsätze und indirekte Fragesätze lassen besonders die Inversion eintreten, wenn das Verb an das Ende des Satzes zu stehen käme(bei etre muss in diesem Falle Inversion eintreten). Beispiele aus Maupassant: Le fleuve ne nageuient plus les ctoiles coulait tou-