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vierten Claſſe, welche im Sommerhalbjahr in dieſelbe aus der fünften Claſſe verſetzt wurden und in dieſer Ueberſicht unter den Schülern der fünften Claſſe verrechnet werden. Da demnach die in den Klammern ſtehenden Zahlen in den darunter ſtehenden Zahlen der fünften Klaſſe ſchon enthalten ſind, ſo werden ſie zur Ermittelung der Summen der ſenkrechten Columnen nicht addirt. Unſere Anſtalt verließen zu Oſtern 1871, nachdem ſie dieſelbe zur Zufriedenheit des Lehrer⸗ collegiums durchlaufen, folgende Schüler: 1. Friedrich Matthäi als Realſchulabiturient, Sohn des Guts⸗ und Mühlenbeſitzers Herrn Friedrich Matthäi zu Wallertheim. 2. Der Gymnaſial⸗Oberſecundaner Bernhard Cahn, Sohn des praktiſchen Arztes Herrn Dr. Salomon Cahn zu Alzey. 3. Der Gymnaſial⸗Oberſecundaner Auguſt Diefenthäler, Sohn des Lehrers Herrn Chriſtian Diefenthäler zu Wendelsheim. 4. Der. Gymnaſial⸗Oberſecundaner Karl Stock, Sohn des Färbers Herrn Adam Stock zu Alzey.
6. Zur Chronik der Anſtalt.
1. Durch Verfügung Großh. Oberſtudien⸗Direction vom 21. April 1871 wurde die durch den Abgang des Reallehrers Walloth erledigte Zeichenlehrerſtelle beſetzt, indem Herr Max Bach aus Stuttgart zum proviſoriſchen Lehrer an unſerer Anſtalt ernannt wurde.— Derſelbe iſt geboren am 17. Oktober 18441 zu Stuttgart, beſuchte bis 1857 das Gymnaſium, ſpäter die Realſchule ſeiner Vaterſtadt, trat dann daſelbſt in die Königl. Kunſtſchule ein. In den Jahren 1864—66 beſuchte er behufs des Studiums der Fächer des techniſchen Zeichnens die Koͤnigl. Polytechniſche Schule zu Stuttgart und wurde dann als Hülfslehrer an der gewerblichen Fortbildungsſchule zu Stuttgart verwendet. Nachdem er in den Jahren 1868—70 in Nürnberg im Atelier der Gebrüder Ritter beſchäftigt war, kurze Zeit priva⸗ tiſirt und gleichzeitig an der gewerblichen Fortbildungsſchule zu Stuttgart unterrichtet hatte, trat er in unſerer Anſtalt am 21. April 1874 als Lehrer ein.
2. Durch Verfügung Großh. Ober⸗Studiendirection vom 1. Mai 1871 wurde die Stelle des an das Gymnaſium zu Mainz verſetzten Collegen Weihrich dem evangeliſchen Pfarramtscandidaten Karl Weckerling aus Friedberg proviſoriſch übertragen. Da nämlich an unſerer Anſtalt außer Herrn Weihrich noch zwei Lehrer der Mathematik und der Naturwiſſenſchaften angeſtellt waren, der Lehrplan unſerer Anſtalt dagegen nicht ſo viele Lehrſtunden in den genannten Wiſſenszweigen aufweiſt, als nöthig ſind, um drei Lehrer der gedachten Kategorie in den ihnen eigenthümlichen Gebieten zu beſchäftigen, ſo ſchien es geboten, keinen dritten Lehrer der bezeichneten Wiſſenſchaften an unſerer Anſtalt anzuſtellen, ſondern einen Lehrer, der im Stande wäre, verſchiedenen anderen Bedürfniſſen der Anſtalt zu entſprechen. So erhielt die Anſtalt einen Lehrer zunächſt für das Deutſche, Franzöſiſche, die Naturgeſchichte und den evangeliſchen Religions⸗ unterricht. Für die große Zahl der evangeliſchen Schüler beſitzt nun unſere Anſtalt einen im Lehrer⸗ collegium ſelbſt ſtehenden beſonderen Religionslehrer, wie die Realſchulen zu Darmſtadt, Gießen, Offenbach, Fridberg, Alsfeld, Michelſtadt und wie die Gymnaſien zu Darmſtadt, G.eßen und Bensheim.— Karl
eckerling, Bruder unſres Collegen Dr. A. Weckerling, iſt 1843 zu Friedberg geboren; er beſuchte bis zum 16. Lebensjahre die Realſchule zu Friedberg und alsdann das dortige Lehrerſeminar. Hierauf war er 2 ½ Jahre lang Lehrer an einer höheren Privatmädchenſchule zu Darmſtadt und von 1863—65 an einer ſolchen zu Gießen. Zu Herbſt 1864 beſtand er die Definitorialprüfung der Lehramtsaspiranten
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