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ist, so kann für das Individuum das Naturgemässe nur das durch das allgemeine Vernunftgesetz pestimmt Gebotene, mit ihm Uebereinstimmende und aus der Erkenntniss desselben zur Realisirung des vernunftmässigen Lebens Folgende sein. ¹)
Stobaeus überliefert, dass schon die älteren Stoiker unter sich streitig gewesen seien, in welcher Fassung der ethische Satz dνμοο cĩQĩ&GS’ s(r* uGeε) Sir,„lebe in Uebereinstimmung mit der Natur“, zu nehmen sei, da Zenon als das z⁴4os nur das einfache 10 ϊ dνονινμεμννςι ννν(der Zweck alles menschlichen Strebens sei ein durchaus einstimmiges Leben) aufgestellt habe, und der Zusatz i⁵ göcet erst von späteren Stoikern, denen die Form zu ungenügend erschien, als eine Verbesserung beigegeben worden sei. ²*) Nun erscheint das ⁶μιοννυνμέεμννα τ Höcet gisrr formell zuerst bei Kleanthes, dem Schüler und Nachfolger Zenons, der der ethischen Formel durch den Zusatz*⁴ göwet eine materialere Fassung habe geben wollen. Demnach stellte Kleanthes in ethischer Beziehung ein der übrigen Natur entsprechendes Leben für den höchsten Zweck menschlichen Strebens auf. ²) Abgesehen davon, dass der Zusatz für die Bedeutung der Formel ganz irrelevant ist, da beide Ausdrücke im Wesentlichen dasselbe bedeuten, so ist doch nicht wohl auzunehmen, dass Kleanthes, ein starrer Kopf, der gerade mehr durch seine Zähigkeit, mit der er an den Dogmen seines Lehrers hing, als durch seine philosophischen Fähigkeiten dessen Nachfolger in der Halle wurde, an dem Fundamentalgesetz der Zenonischen Ethik eine nur scheinbare Verbesserung habe anbringen wollen. Denn gerade diese angebliche Beigabe des Kleanthes(rũ Gνσςl⁵) musste, wenn es eine wirkliche Verbesserung der Formel sein sollte, die Möglichkeit einer zweifachen Auffassung ausschliessen. Dies ist aber nicht der Fall, da der Begriff„Natur“ in dieser Beziehung eine Zweideutigkeit enthält, indem er eine materiale und formale Fassung zulässt. Daher rührt denn wohl auch der Streit der späteren Stoiker, ob hier die Natur des All oder die Menschen- natur zu verstehen, ob von der allgemeinen oder besonderen Natur die Rede sei. Aber auch schon aus der Bemühung des Kleanthes und Chrysippus, diesen zenonischen Satz bestimmter ausdrücken zu wollen und aus der Verschiedenheit ihrer Auffassung des*ι oσεt,— wiewohl sie in der Bestimmung des Begriffes„Glückseligkeit“ wieder übereinstimmten und sie als einen ungehinderten Abfluss des Lebens(wνριασα ⁶ϑμο) bezeichneten, der eintrete, wenn der Mensch einstimmig mit seinem Dämon lebe⁴)— und aus der Angabe der Schrift des Zenon, woraus Diogenes den Satz entnahm, geht denn doch zur Genüge hervor, dass die Worte zL/⁷ †o nicht erst von Kleanthes zugesetzt
¹) Stob. II, 160: 1νν ⁶ Sws 9ooe Wexi Srri rt αατ τ έινοε 98 1uν 9iετες SsoOs, 111„ 1s S„ 1ονες Aoyixo Tiyonisv» 90u„ xd τν ν ον a²öyois 4oi* vdo bsε& obx Sou, Aoyuen, 6ο/G/,„ addd oyrueiſe ous: 6!0os 1 ⁸ Woyui 9duu dονπιοο eνi aodou 1s†ανν„&α ςοσν dwxetas 6rr1 11 16ν ε&eι½ ντ m‧ ννεεν, xrh ds dyruνεανα dα‿ςοοσνμm
²) Stob. ecl. eth. II, 132 ff.: 0 d8 1⁴4οες 1u» Zijν odroοα α—ενμςέ⁴οαε 1 ⁶μο⁴οννυνμιμιμνυμι I. roro dν έ☚σσν J⅟⏓hes“ rc Jöyo ul Tuρροον Lijr, do 1ν Auceo-s Gνντνσν vcrdciuoroueron. 04 d⁸ huerd roĩ'τον rOo*⁴εασρνοοον‿ννν SEℳ*εκοον ⁶εμονοονννενννει εm ριενι di, vrrodaνvres Aœrroy&r υᷣαισ⁶υννυ 10 drrd 1ον Ziναυνοο ϑειν.
a) cf. die widersprechenden Berichte des Diog. 87 und Stob. ecl. eth. II, 132— 134.
⁴) Stob. II, p. 138. Diog. 48: Jiomse 162s riyvera 10 drνοονο ꝗuαes Si„, 5e&Gν xcν T1⁸ 11 æτοσο καν αœrd νν τυνν 31r, 000„ evegyorces 6 a, αeσοοεεν 800*εν§ v ¹ο 6 ou⁵og, goneo 6Gπην)³ 60ϑ⁶ 4oyos did rντο Soxnueos, 6 œατε 6„ 1 0¹ aaννπᷣďνν rouτ vi 1e 3Ar Jioνrsuν 6„εν ⁸εναα—εασ☚ ονντο vi„ 105 eudcuονs doe xcœxd sugoicer Slouv, Srav Tνντα rrockrτννα xcer 11 Gννμνρσσνεμσν 100 Træ S*σ dœνμμονοοσ 7r0 G 11)* 105 T 510r, dουmον S0v**σν.


