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doch wieder im entschiedenen Gegensatze zu Platon die griechischen Schulwissenschaften, die er für nutzlos erklärte, aus seinem idealischen Staate verwiesen und somit seinen selbstständigen Stand- punkt präcisirt hat; dem zufolge scheint Zenon in seiner Lehre vom Staate das thätige, dem Staate geweihte Leben für vorzüglicher als das bloss contemplative gehalten zu haben, eine Ansicht, der auch noch spätere Stoiker huldigten. Hat nun auch Zenon seine zroutreic unter kynischem Einflusse geschrieben, so ist damit noch nicht erwiesen, dass er später bei Aufstellung seines eignen Systems seine Ansicht über die syxiνᷣοs αddeicc geändert habe; auch prauchte er nichts davon zurückzunehmen, da er von seinem Standpunkte aus überhaupt alle wissenschaftlichen Kenntnisse zur Erreichung der Tugend für völlig werthlos hielt, worüber allerdings die Meinungen schon unter den unmittelbaren Schülern Zenons verschieden waren. Wenn demnach Ariston sich geringschätzig über die Schulwissenschaften äusserte und Physik und Dialektik verwarf, so mag er hierin zenonischen Anschauungen, jedoch mit einer gewissen Einseitigkeit wie in der Moral, gefolgt sein, indem er diese beiden Zweige wohl in der Ueberzeugung von der wissenschaftlichen Unzulänglichkeit dieser von Zenon selbst erst seiner Ethik nachträglich untergeschobenen, mit ihr noch nicht innig verwachsenen und sich gegenseitig bedingenden Disciplinen, für die Ariston bei dem Kitier selbst kein rein wissenschaftliches Interesse vorfand, als das sittliche Handeln nur störende Factoren des Stoicismus wieder ausgeschieden zu haben scheint. So dürfte sich Aristons Lehre nicht als Rückfall in den Kynismus, wohl aber als consequente Durchführung des Stoicismus präsentiren.
Aber auch Chrysippus, der wissenschaftliche Begründer der stoischen Schule, ¹) erkennt den Selbstzweck der wissenschaftlichen Erkenntniss nicht an, wenn er lehrt, die Physik habe nur den Zweck, uns die geeigneten Mittel zur Untersuchung des Guten und Bösen anzugeben ²) und die ausschliessliche Beschäftigung mit theoretischer Speculation, welche andere Philosophen für die höchste Wonne des Menschen erklärt haben, sei zu verwerfen, weil diejenigen Philosophen, welche sich nur mit der reinen Theorie befassten. doch nur den Genuss und die Behaglichkeit zum letzten Zweck des Lebens machten, der richtige Werth des σmααιις o aber erst nach dem aus ihm sich ergebenden ethischen Verhalten bestimmt werden könne. ³) Herillos aus Karthago setzte das Wissen als solches, nicht das Handeln als Endzweck und scheint sich in einigen Sätzen: dem Skepticismus der neueren Akademie gewidmet zu haben.(Diog. 165.) Offenbar haben aber zenon und Kleanthes den physikalischen und logischen Untersuchungen einen höheren Werth beigelegt als Ariston. Dies beweist, wie Zeller schon richtig bemerkt, des Ersteren Eintheilung der Philosophie in Logik, Physik und Ethik, womit er seiner Schule vorangegangen war, sowie- auch die Titel seiner logischen und physikalischen Schriften und sein ganzer Bildungsgang.
Aber mit der von allen Stoikern aufgestellten und zweifellos auch bis Zenon hinaufreichenden Behauptung, der Zweck der Philosophie bestehe darin, sich in den Besitz des einzig wahren Gutes, der Tugend, zu setzen, d. h. den Menschen Weisheit und Tugend zu lehren, war die Superiorität der Ethik ausgesprochen und damit die praktische Aufgabe der Philosophie vorgezeichnet. Der höhere Werth, den Zenon den genannten Disciplinen beigelegt hat, dürfte sonach dahin zu bestimmen
*) Diog. 183; Cic. acad. II, 24, 75; Athen. VIII, 335, b.
*) Plut. Stoic. repugn. 11035.
*) Plut. a. a. O. 1033: 390ʃ d5 vod᷑eyouo, J⁴αᷣdο rSAAet„ ucidt 10„ 0½odααινν Pror n aνν⁸. 0d'rof 10νdϑοᷣοοσι qiuανεέen omοroo vres dι⁵ννες υωνάαςα Seud deνν roũro 7TOlενν
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