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xveoliatt lors Anlda SiAtov endekeek); Röm. 8, 24: Tſ IAp Xntt 800dsv. Soll dieſe Hoffnung uns nicht trügen, ſo müſſen wir uns hier der Heiligung befleißigen. An unſerem Leben hat es ſich zu erproben, daß Chriſtus das Princip unſerer Rechtfertigung iſt. Die„Früchte der Gerechtigkeit“ werden es ſein, an denen Gott die Seinen erkennt, auf Grund deren er ſie für gerecht erklären wird(Phil. 1, 10 und 11:„auf daß ihr ſeid lauter und unanſtößig bis auf den Tag Chriſti, erfüllet mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jeſum Chriſtum geſchehen, zur Ehre und zum Lobe Gottes“; vgl. Joh. 15, 5:„Wer in mir bleibet und ich in ihm, der bringt viele Frucht“; Matth. 25, 34— 46). 8
Als die Folgen der im Glauben an Chriſtus begründeten Rechtfertigung bezeichnet Paulus Röm. V, 1 ff. Frieden mit Gott, Eintritt in den Gnadenſtand und die Hoffnung auf das ewige Leben. Zugleich iſt damit die Kindſchaft(vlod'soa) nach Gal. 4, 5 gegeben. Eine befreiende und beſeligende Wirkung geht von der Gnade Gottes in Chriſto aus. Das Ceremonialgeſetz und alle bloß menſchlichen Satzungen(Gal. 4, 9 ff.) treten außer Geltung. Selbſt das in Gebote gefaßte Sittengeſetz wird nicht mehr als Schranke empfunden, ſofern Chriſtus als perſön⸗ liches oberſtes Lebensgeſetz„des Geſetzes Ende“(Röm. 10, 4: TeXo 1 véon XStοs eils Sixοοσν ν αy Tc orsöoyrt) iſt und weil uns Gott als Kindern den Geiſt ſeines Sohnes in unſere Herzen ſendet(Gal. 4, 6), als den Geiſt rechter Geſetzeserfüllung. Das göttliche Urteil der Rechtfertigung erfahren wir in dem inneren Forum des Herzens und Gewiſſens. Das drückende Schuldgefühl weicht, und das Geviſſen wird gereinigt von den Flecken, die ihm anhaften. Wie auch dieſe Gewiſſensreinigung keineswegs als äußerlich juriſtiſche Losſprechung von der Schuld zu denken iſt, zeigt Hebr. 9, 14:„das Blut Chriſti.. wird unſer Gewiſſen reinigen von toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott.“ Und daß auch wir bei ſolcher Reinigung von Schuld und Sünde vermöge des Glaubens thätigen Anteil haben, lehrt Hebr. 10, 22, wo wir aufgefordert werden, zu dem Opfer Chriſti hinzuzutreten„mit wahrhaftigem Herzen, in völligem Glauben, beſprenget in unſeren Herzen und los von dem böſen Gewiſſen“. Das Opfer Chriſti wird als Reinigungsopfer nur wirkſam, wenn wir ſelbſt auf ethiſchem Wege ſein Opfer in uns täglich nachbilden. Hebr. 10, 14:„Mit einem Opfer hat er für immer vollendet die, welche ſich heiligen laſſen(rods fraoevoue). So nur wird uns die Rechtfertigung zu teil als Sache eignen Lebens und innerer Erfahrung. So nur bewährt ſich an uns Luther's herrliches Wort:„Wo Vergebung der Sünden iſt, da iſt Leben und Seligkeit.“.
Wir haben bisher bei der Darſtellung des Zuſtandekommens der Rechtfertigung immer nur den einzelnen Menſchen im Auge gehabt. Dies war geboten durch die ethiſche Natur unſeres Themas. Der Glaube iſt die eigenſte Angelegenheit jedes einzelnen Menſchen. Es darf jedoch nicht überſehen werden, daß der einzelne auch ein Glied im Ganzen der Menſchheit iſt. Und die ganze Menſchheit war es ja, auf die Gott ſeine Gnadenabſicht lenkte, als er Chriſtum zu unſerem Heile in die Welt ſandte. Der„Welt“ wollte Gott in Chriſto das ewige Leben erſchließen(Joh. 3, 16). Niemand hat dieſe univerſaliſtiſche Beſtimmung des Chriſtentums entſchiedener vertreten als Paulus. Aber gerade er läßt gegenüber der in Chriſto principiell(d. h. vermöge des von Gott in den Boden der Menſchheit geſenkten neuen Lebenskeimes) gegebenen Erlöſung der Menſchheit die thatſächliche Beſchränkung der Erlöſung auf die an Chriſtus Glaubenden deutlich hervortreten.


