Aufsatz 
Die Lehre von der Rechtfertigung aus dem Glauben : vom ethischen Gesichtspunkte aus dargestellt / von August Dieckmann
Entstehung
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hergeſtellt werden: dedsd orxsnret v dſ Sekaowy. Damit erhält die drxααοοασα⁷, die das Evangelium bietet, ihre rechte Beglaubigung und ſolide Fundamentierung. Die Gerechtigkeit, die das Evangelium aufſchließt, kündigt ſich an als von Gott herrührend, von ihm begründet, ja als ſein Werk. Dasſelbe liegt in unſerem KompoſitumGottesgerechtigkeit und in dem Satze:Dieſe Gerechtigkeit iſt durchaus Gottes. Sie iſt eine Gerechtigkeit des Menſchen, die er ganz Gott verdankt, ſie iſt im vollen Sinne des WortesGottes Werk, keineswegs einſeitig eine uns von Gott zuerkannte, durch einen äußerlichen actus forensis uns vermittelte, ſondern allerdings weſentlich auch eine, die uns Gott zueignet. Zunächſt aber iſt deutlich nur geſagt, daß ſie von Gott aus auf uns übergehen ſoll; das Wie? liegt teils in ex iorscc eis nlorty angedeutet, teils folgt es in der Ausführung des Themas ſpäter. Mit der zu I, 17 gegebenen Erklärung der 5iν⁄. 9*οb ſtimmen nun auch die übrigen Stellen überein, wo dieſer terminus ſich bei Paulus findet; nicht gehören hierher, aus Gründen des Zuſammenhangs, III, 25 und 26, ſowie III, 5. Vor allem aber laſſen X 3 die Worte Io 1oo doo 5tXAoow und 1v TSlay SiXAtoSv- einander gegenübertreten die wahre, von Gott herrührende, in ihm allein ſich gründende Gerechtigkeit, nämlich des gläubigen Menſchen(nicht Gottes), und dieEigengerechtigkeit des Menſchen, der nicht aus Gott, ſondern aus ſich und ſeinen Werken als ſolchen ſein Heil ableitet. Mit der l5i&. Seatoyn will Paulus keineswegs unſer eignes ſittliches Bemühen und ſeine Bedeutung ausſchließen; in dieſer Hinſicht bleibt es auch für Paulus bei Matth. 5, 6; 1 Tim. 6, 11(5cxs 5 tAG0vI,, 506 t.αν ꝛc.); Matth. 6, 33(yrstrs 38 οομν ov)y StXXo); vielmehr weiſt der Apoſtel mit der ldla Seuiοyn X, 3 eine Gerechtigkeit zurück, die wir fälſchlich zu haben meinen, die wir uns zuerkennen und als unſer Werk und Verdienſt aufzurichten ſtreben(r τοοs rGar). Er wendet ſich gegen die vermeintlicheEigen⸗ oder Selbſtgerechtigkeit. Die Vertreter der 15(G Xοον ν ſind hier dieſelben, die Chriſtus Luc. 18, 9 ods eαοε˙ενεαςα ε⁴φι εανος üt kot, 5Xatot nennt. DieſeSelbſtgerechten leiten nicht von Gott, ſeinem Gnadenurteil und Gnadenwirken ihre Gerechtig⸗ keit ab, ſondern begründen ſie auf ihr Urteil, ihre Kraft und ihre Leiſtung. Die Selbſtgerechten ſind zugleich die Werkgerechten. Sie begründen ihre Rechtfertigung auf ihre EH a v6on(Röm. 3, 20; Gal. 2, 16), auf ihre ſittliche Leiſtung als eignes Verdient. Ihrem Anſpruch gegenüber richtet Paulus die 3euatoov od als Panier des Chriſtentums in dem Sinne auf, daß ſowohl das an⸗ erkennende Urteil über unſere Srxαxειοοσp? als das Zuſtandekommen derſelben allein in Gott gegründet ſei. Die Stelle 2 Cor. 5, 21 ſpricht ebenfalls für unſere Auffaſſung der ¼. 9 0. Der Zweck des Opfer⸗ todes Chriſti wird hier mit den Worten bezeichnet kva vlrste Tsεκ,ρσα̈ Stααιά⁶6 ꝛ,% d'½ο α‿ ται; damit iſt uns Menſchen eine ſittliche Aufgabe geſtellt, für die Chriſti Leiſtung die nötige Unterlage ge⸗ ſchaffen hat; von einem bloßenZurechnen einer Gott eignenden 51αα 0 ˖çcVo)iſt keine Rede; Fricke freilich will auch hier(S. 25, A. 22) nicht zugeben,daß bei dem vor Gott demütigen Paulus von einer eigenen, von einer ethiſchen raatoove die Rede ſei, auch nicht, wenn ſie tacite als doch zuletzt von Gott kommend gedacht werde. Ich denke, die Demut iſt doch voll gewahrt, wenn Gott als der Urheber unſerer Sexatooy und dieſe durchaus als ſein Werk anerkannt und nachgewieſen wird; eine Demut aber, die auf die eigne Arbeit an unſerer Verſittlichung und auf den verſittlichenden Erfolg der Arbeit Gottes an uns verzichtet, erſcheint mir ſowohl ſittlich bedenklich, als religiös ungerechtfertigt. Ganz beſonders deutlich aber wird es, daß Paulus unter der 51x⁄. d0, die das Evangelium enthüllt, ein Werk Gottes an den Menſchen verſteht, durch die Stelle Phil. 3, 9,