Aufsatz 
Die Lehre von der Rechtfertigung aus dem Glauben : vom ethischen Gesichtspunkte aus dargestellt / von August Dieckmann
Entstehung
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als gen. possessivus. S. 23 beſtimmt er die 51x%. 9*05 alsdie Gerechtigkeit Gottes, die er in ſeinem Beſitze hat und nicht wir, die allerdings aber erſt folgedeſſen er allein geben kann, und laut des eda.oy auch giebt. Ich finde nun aber, daß Fricke bei dieſer Erklärung nicht nur mit ſeinen eignen Äußerungen an anderen Stellen in Widerſtreit gerät, wo er(z. B. S. 22) es als das Richtige bezeichnet, eineEigenſchaft des Menſchen in 5 ¼. 9s00 zu ſehen(vgl. S. 25 und 26), daß vielmehr auch das Geſamtreſultat ſeiner Unterſuchung(S. 74) infolge der Faſſung der 8l¼α. dsod als der Gott eignenden Gerechtigkeit den Dualismus nicht zu überwinden vermag, der zwiſchen einer ausſchließlich Gott eignen Sixaoeοαν und dem ungerechten Weſen des Menſchen, dem doch nur durch eAOO7 abzuhelfen iſt, beſteht. Bei einer ſchroffen Iſolierung der drr. d0 im Sinne Frickes von dem menſchlichen Weſen und Vermögen ſehe ich keine Möglichkeit, die Brücke zwiſchen Gott und dem Sünder in einer ethiſch befriedigenden Weiſe zu ſchlagen, und wo die ethiſche Vermittlung fehlt, da helfen alle dialektiſchen Künſte nichts. Ich finde, daß auch der Glaube bei Fricke's Erklärung dieſe Brücke nicht herſtellt, ferner, daß das Weſen der Gnade gerade auf dem Standpunkte der ſtrengen lutheriſchen Orthodoxie verkannt wird. Hier gilt es zunächſt, einer einſeitigen Faſſung der 5rx¼. 200 als iustitia forensis vorzubeugen, wie ſie Fricke S. 74 ſtatuiert. Kann ausſchließlich bei Gott vonGerechtigkeit die Rede ſein, ſo kann die Üübertragung derſelben auf die Menſchen natürlich nur durch einen ſolchen rein richterlichen Akt Gottes erfolgen, bei dem es auf unſer Verhalten zunächſt gar nicht ankommt: Gott ſpricht dem Sünder die 5eοοσ], die er(Gott) und nur er hat, zu. Man kann in dieſer Art von richterlicher Thätigkeit Gottes nur eine ganz äußerliche, willkürliche, gewaltſame und Gottes, wie des Menſchen unwürdige Weiſe erblicken, wenn Fricke ſagt(S. 25 und 26):Nach dem allen iſt die 5αιοοσν εο bei Paulus die Gerechtigkeit des Menſchen(sic), das behufs Sündenvergebung und Zuwendung der Seligkeit(der 8o*) für gerecht Erklärtwerden desſelben, welche Gottes Gerechtigkeit iſt, weil nur er ihr Eigner iſt(gen. possess.), und folgedeſſen nur er ſie giebt und geben kann. Der Menſch erhält ſie zuerkannt(imputatur) noch vor aller ſittlichen Umwandlung(l), noch als 40875 (Röm. 5, 6) ꝛc. Die exegetiſche Begründung ſeiner Faſſung der. 9⸗ε00 bei Fricke S. 23 ff. greift nun zunächſt in der Art fehl, wie er zum Beweiſe, d⸗00 ſei gen. possess., die 6*˙εο I, 18 heranzieht. Die richtige Deutung von 90d ergiebt ſich vielmehr durch den Rückblick auf I, 16, wo S6xEs deod von Winer(Gramm. des N. T.lichen Sprachidioms,§ 38) richtig alsvon Gott herrührende Kraft (Gotteskraft) erklärt wird. Vgl. 2 Cor. 4, 7(kya dsSSA ee hece h ee un vey). Der Pragmatismus fordert, auch deraroe eeo I, 17 alsGottes⸗ gerechtigkeit im Sinne einer von Gott herrührenden Gerechtigkeit zu verſtehen. Ich halte es mit derjetzt gewöhnlichen Auslegung(Fricke S. 22), wonach 9e00 gen. originis oder gen. auctoris iſt. Was Fricke S. 21 und 22 gegen dieſe Deutung vorbringt, erſcheint um ſo weniger beweiskräftig, als nur bei einem kühn und ungewöhnlich gebildeten Ausdruck von ſolcher Kürze und Prägnanz Paulus ſo ſcharf die Eigenart des Evangeliums herausſpringen laſſen konnte, wie er gethan hat. Mit Recht hält Winer§ 30, 1 die Deutung der dex. 9200 bei aller Beſtimmtheit, die dem Ausdruck eignet, doch wieder allgemein= Gerechtigkeit, die Gott dem Menſchen angedeihen läßt, die Gott gewährt. Es iſt auch nicht angezeigt, mit Winer auf die Formel 5rxxQιο 5 d dey y, was Fricke abweiſt, zu provocieren. Der Ton liegt auf 905, das Evangelium ſchließt Gerechtigkeit auf und zwar eine Gerechtigkeit, die von Gott herkommt; aus dem G¶oxααᷣᷣ εtsrat kann der aktive Satz