Aufsatz 
Über das Historische und Unterrichtliche der Anstalt, mit besonderer Beziehung auf den Sprachunterricht
Entstehung
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Beweis liefern, daß die Schule geſtrebt und gewirkt hat, ihre Aufgabe wuͤrdig zu loͤſen. Dies wolle Gott geben

II.

Geſchichte

der Anſtalt waͤhrend des Schuljahres 18 7.

Bereits war die Einladungsſchrift zur vorjaͤhrigen oͤffentlichen Pruͤfung im Drucke begriffen, als unſerer Anſtalt ein Schickſal widerfuhr, wie ſie bis dahin noch keines zu beklagen hatte. Nach Gottes unerforſchlichem Nathſchluſſe wurde ihr naͤmlich der Lehrer Lorenz Hisgen durch den Tod entriſſen. Er ſtarb am 24. Maͤrz v. J., nach kurzem Krankenlager, an einer Bruſtentzuͤndung. Im Jahre 1798 am 28. Mai zu Montabaur geboren, beſuchte derſelbe zuerſt die Elementarſchule ſeiner Vaterſtadt und trat dann ebendaſelbſt in das Gymnaſium ein. Nach vollendetem Unterrichtskurſus nahm er 1817 zu St. Thomas bei Andernach a. Rhein eine Hauslehrerſtelle an. Als im Herzogthum Naſſau die neue Schulorganiſation ins Leben trat, meldete er ſich um eine Reallehrerſtelle und beſtand die hierzu vorgeſchriebene Pruͤfung. Bald darauf wurde zu Cam⸗ berg von dem Herrn Hofrath Freiherrn Hugo von Schuͤtz zu Holzhauſen die gegenwaͤrtige Taubſtummen⸗Anſtalt gegruͤndet, ein Ereigniß, welches fuͤr den Lebensberuf des ſeligen Hisgen von entſcheidendem Einfluſſe war. Unter dem 13. Februar 1820 wurde ihm naͤmlich von Herzoglicher Hoher Landesregie⸗ rung dieſe Anſtalt als Wirkungskreis angewieſen, und nachdem er ſich unter der Leitung des genannten Begruͤnders des Inſtitutes die Methode des Taubſtum⸗ men⸗Unterrichtes angeeignet hatte, trat er als Lehrer ein. Begeiſtert fuͤr ſeinen Beruf und durchdrungen von Menſchenliebe, lag ihm nichts mehr am Herzen, als das traurige Loos der ungluͤcklichen Taubſtummen zu mildern, ihren Herzen