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feinem auf dem religioͤſen Gebiete einfaͤltigen, beengten Geiſte; deſto wirkſamer und erhebender aber auch wieder fuͤr ſein zwar beengtes, aber harmloſes Gemuͤthsleben.
Da ſich der Religionsunterricht auf die Bibel gruͤndet, ſo werden zur Veranſchaulichung vom Weſen Gottes und ſeines Sohnes, ſo wie der Veranſtal— tungen, welche Gott zu unſerm Heile getroffen, ſo bald es die Sprachbildung des Taubſtummen moͤglich macht, die bibliſchen Geſchichten des alten und neuen Teſtamentes in einer ganz einfachen, der Faſſungskraft. des Schuͤlers angemeſſenen Darſtellungsweiſe vorgetragen, wobei bibliſche Bilder, deren die Anſtalt eine reiche Auswahl beſitzt, den Unterricht veranſchaulichen und trefflich unterſtuͤtzen. Die bibliſchen Geſchichten werden dann eben ſo wie bei Vollſinnigen behandelt und mit Spruͤchen und Nutzanwendungen verbunden. Dieſem Bibliſchen reihen ſich(andere) Geſchichten aus dem moraliſchen und religioͤſen Gebiete an, fuͤr welche die Taubſtummen, wie die Erfahrung lehrt, eine große Vorliebe beſitzen und ſich mit vieler Theilnehme aneignen. Mit dieſem tritt dann das Nothwen⸗ digſte aus der Katechismuslehre, im ganz einfachen Auszuge dargeſtellt, in Ver⸗ bindung, wo das Verfahren wie bei dem Unterrichte Vollſinniger iſt, mit dem Unterſchiede, daß weniger Bibelſpruͤche gelernt und die Lehren mehr verſiunlicht werden. Eine gewandte, ſeelenvolle, moͤglichſt beſtimmte Mimik im Vereine mit einer ausdrucksvollen, lauten Rede, kommt auch hier dem Lehrer ſehr zu Statten, und bringt Leben und Waͤrme in den Unterricht. Mit der Aufnahme in ſeine Kirche durch den heiligen Akt der Konfirmations⸗- und Abendmahksfeier wird dann der Taubſtumme aus der Anſtalt entlaſſen.
Mit ſeiner Entlaſſung tritt er dann wieder zuruͤck in das Familien- und Weltleben, das die Sorge fuͤr ſeine gewerbliche Ausbildung zu uͤbernehmen hat, aber auch, wenn anders der Schulzweck vollſtaͤndig erreicht werden ſoll, die geiſtige Fortbildung weder verkuͤmmern, noch ganz abſchneiden darf. Moöͤge der Ungluͤckliche in dieſer ueuen Lebeuslage durch die Theilnahme und Hilfe guter Menſchen in der Reihe vernuͤnftiger Weſen eine wuͤrdige Stelle ein⸗ nehmen und durch ein tuͤchtiges, muſterhaftes Verhalten den erfreulichen


