Aufsatz 
Über platonische Mythen, insbesondere den Mythos im platonischen Phädrus / von ... Deuschle
Entstehung
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nach formalem Denkgeſetz 100 A. d*ννoοιν d rcurn ve dεανiοσάἀα ναἀ ισπτοιοειmνένονοσ ᷑eτorore 10*, 5 *τριυυ εεαναεεοτσατο elvch(in der inneren Anſchaunng,), ³ ₰αQάνᷣoↄᴵ2źqQj‚01 doær o⁴τ mέννμσονεεν ri²ιαμι ις μ⁷ν 6νra à³⁴" 4, ds o⁴r d*νννν.

Doch kehren wir nunmehr zu unſerem Ausgangspunkt zurück: wie ſtellt ſich Plato nach alledem zu der Frage über das Entſtehen und Vergehen? Nachdem alſo das Vorhandenſein an ſich ſeiender Weſen, der Ideen zugeſtanden iſt, wird alles gewordene Sein der Erſcheinungswelt zurückgeführt auf die Tανοοσοσ⁵α oder 201:a mit dieſem Anſichſeienden. Dieſe Anſicht kommt den Kennern Platos nicht unerwartet; denn ſie iſt die gewöhnliche; faßt man ſie aber nach ihrem wahren Kern ins Auge, ſo ergibt ſich, daß ſie weniger eine Löſung als eine Umformung der Frage in jene eine, alles verſchlingende Anſchauungs⸗ weiſe bietet. Denn das Werden wird damit ganz bei Seite geſchoben und nur das beſtimmte Sein der Objekte erklärt durch das Inhäriren beſtimmter Begriffe in ihnen, oder nach platoniſcher Weiſe durch ihre Inhärenz in den Ideen. Die weitere Schwierigkeit, wie denn nun ein Wechſel in dieſes Inhärenzver⸗ hältniß kommen könne, und woher dieſer zu erklären ſei, bleibt ganz unbeachtet. Das platoniſche Denken findet ſich eben vollkommen befriedigt, wenn es das Werden in ſeinem Gewordenen erfaßt und ſomit auf ein dem Begriffe zugängliches Sein zurückgeführt hat. Nun handelt es ſich gar nicht mehr um das Werden der Dinge, ſondern lediglich um das Verhältniß der Begriffe zu einander, das natürlich ſtets ein feſtes und ſich gleiches Sein vorausſetzt, ſo daß das Entgegengeſetzte ein Entgegengeſetztes in ſich auf⸗ nehmen kann. Die Zurechtweiſung, die ſich ein ungenannter Theilnehmer der Unterredung 103 B. zuzieht, dürften ſich gewiß die meiſten Leſer des Dialoges auch gefallen laßen, eine ausdrückliche Erinnerung, daß es ſich hier nicht um die Dinge, ſondern die Begriffe handele, denn der Ausgangspunkt dieſer Unter⸗ ſuchung über Entſtehen und Vergehen hatte darüber wahrlich nichts geſagt, vielmehr gerade das Werden der Dinge ſelbſt der Betrachtung unterzogen. Plato hatte das ſo wenig vergeßen, wie wir es überſehen werden; allein die einzig mögliche und nothwendige Löſung glaubt er inzwiſchen in der Zurückführung auf begriffliches Sein gegeben zu haben. Wenigſtens das dialektiſche Intereſſe hat ſich dabei vollkommen zu beruhigen, wie aus dem ganzen Zuſammenhang erhellt. Es knüpft ſich nämlich daran theils eine Erkennt⸗ nißtheorie, theils eine metaphyſiſche Erörterung über das Wechſelverhältniß der Begriffe in den Dingen zu einander. Darauf müßen ſich die Beweiſe von der Möglichkeit des Ueberganges eines Dinges aus einem Sein in ein anderes gründen, wie ſich der Beweis von der Unſterblichkeit der Seele darauf ſtützt. Der Zweck iſt vollkommen erreicht, den Plato mit dem allgemeinen Erkurs verbinden konnte; der Dialektiker hat eine ſichere Grundlage, über die er nicht hinauszugehen braucht, und hinausgehen ſoll, weil jede andere Behandlung des Werdens in das negative Gebiet der Widerſprüche führen muß. Für uns dürfte der Ertrag ſicher ſtehen, daß wir weder eine Erklärung der Geneſis eines Seienden noch eine Darſtellung der Art ſeines Gewordenſeins irgend von Plato verlangen und erwarten dürfen. Dieſe muß vielmehr als dem nie zu beherrſchenden Zufall anheimgegeben, gleichgültig ſein und alle Schlüße über zukünftige Geſtaltun⸗ gen eines Dinges muͤſſen ſich darum ſtützen auf die ihm inhärirenden Begriffe. Das alles ließ ſich ent⸗ wickeln aus dem Satze: daß es lediglich auf die Erkenntniß ankomme wie es einem Dinge am beſten ſei, zu ſein, zu thun und zu leiden. Dieſer Satz hatte zunächſt nur logiſche Nothwendigkeit der Unterſnchung verlangt; aber dieſem formalen Geſetze war ein Inhaltsgeſetz gegenüber getreten, das uns die Begriffe, auf die wir zurückgehen ſollen, als ſelbſtſtändige Weſenheiten kennen lehrte. Das Logiſche hatte ſich durch ein Metaphyſiſches ergänzt beide hatten dieſelbe Unterlage, das wahre Sein. Daraus hob ſich endlich wiederum die Erkenntnißtheorie und die Methode der Dialektik, in Begriffen zu operiren, hervor. So