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Unter-Sekunda. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Orth.
Religionslehre. 2 St. w. a) evangelische. Lektüre und Erklärung des Evan- geliums Matthaei. Ergänzung der alttestamentlichen Geschichte. Lektüre von Abschnitten aus den Lehr- und prophetischen Bücher des alten Testamentes. Unterscheidungslehren der verschiedenen christlichen Kirchen. Wiederholung der bereits gelernten Sprüche, Lieder und Psalmen.(Krebs.) b) katholische. Geschichte des N. T. von No. 11 bis 80. Apologetik: Beweise für das Dasein Gottes. Ausführliche Behandlung des Pentateuchs. Die Schriften des a. und n. T. übersichtlich dargestellt. Katechismus: Gebote und Gnadenmittel. (Hilpisch.)
Deutsch. 3 St. w. Lektüre: Schillersche Gedichte, Goethes Hermann und Dorothea, Schillers Jungfrau von Orleans, Lessings Minna von Barnhelm. Alle vier Wochen ein Auf- satz. Disponierübungen. Kleine Vorträge und Deklamationen.(Wiegandt).
Themata zu den deutschen Aufsätzen: 1. Not bricht Eisen. 2. Welche Lebensbilder knüpft Schiller an den Vorgang des Glockengusses? 3. Welche Momente bereiten in den drei ersten Akten von„Minna von Barnhelm“ die Lösung der dramatischen Aufgabe vor?(Klasseuaufsatz). 4. Welches ist der Gedankengang im zweiten Aufzug von Lessings„Minna von Barnhelm“? 5. Welchen Zweck verfolgt Lessing mit der Ein- führung Riccauts? 6. Worin hat die Anhänglichkeit des Menschen an seine Heimat ihren Grund? 7. Welche Bedeutung hat der erste Gesang in Goethes„Hermann und Dorothea“? S8. a) Der Segen der Arbeit, b) Welche Unterschiede in der Darstellung zeigt eine Vergleichung der Laokoongruppe mit der Erzählung bei Vergil? (Klassenaufsatz). 9. Welchen Umständen ist. der glückliche Verlauf der Erhebung Preußens im Jahre 1813 zu verdanken?(Prüfungsautfsatz).
Dazu kamen kleinere Ausarbeitungen über Stoffe aus allen Unterrichtsgebieten,
vierteljährlich je eine.
Lateinisch. 7 St. W. Vergil, Auswahl nach Lange. B. I. Stück I-—III, B. II. Stück I—III, (letzteres teilweise). 2 St. w.(Wiegandt). Cicero pro Ligario und pro rege Deiotaro. Livius XXI. 2 St. w. Wiederholung und Ergänzung der Syntax nach Gillhausen und Harre. UÜbungen im mündlichen Übersetzen nach Süpfles UÜbungsbuch I. T. Exerzitien und Extemporalien im Anschluſs an die Prosalektüre nach Diktaten, wöchentlich wechselnd, alle 6 Wochen statt der Klassenarbeit eine schriftliche Ubersetzung ins Deutsche. 3 St. w.(Orth).
Griechisch. 6 St. W. Xen. Anab. V, Hellenica I u. II mit Auswahl. Homers Odyssee B. I. V— VII, sowie Stellen aus II, III, IV. Einige Stellen wurden auswendig gelernt. 4 St. w. Wiederholung der Formenlehre, Syntax des Nomens, sowie die Hauptregeln der Tempus- und Moduslehre nach Koch. Ubungen im mündlichen Ubersetzen nach Seyfferts Ubungs- buch, Teil II. Exerzitien und Extemporalien im Anschluſs an die Prosalektüre nach Diktaten, alle 14 Tage; einige Ubersetzungen ins Deutsche. 2 St. w.(Primer.)
Französisch. 3 St. w. Plôtz' Schulgrammatik Lekt. 50— 79. Zweiwöchentliche Exerzitien oder Klassenarbeiten. Molière, Bourgeois gentilhomme; Coppée, Les vrais riches. Sprechübungen.(Orth.)— 3


