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Mehrfach tritt uns der Marquis als Staatsmann entgegen, dem die Intrigue nicht fremd ist. Er sagt von sich selbst:„Je ne suis point d'un esprit rinfécond.“ Auch Metaphern wie chemin tortueuæ, la ligne courbe sind in dieser Hinsicht bedeutsam. Während sonst von der Wahrung eines Geheimnisses unter bildlicher Verwendung von„voile“ gesprochen wird, ge- braucht der Marquis in gleichem Sinne das seltener vorkommende manteau. Sehr bezeichnend sind auch die folgenden Bilder:„La vérité se loge au fond d'un puits, l'intrigue Dans une *mine dor.— Seine Stellung am Hofe empfindet der Marquis als schwere Last. Was er innerlich fühlt, lassen die Worte aus seinem Selbstgespräch ahnen:„Allons, comédien, reprends ton masque làche... Et remets-toi ton vil sourire sur le front.“ Er gedenkt früher begangener Sünden und bezeichnet sich als„affreux*portefaic.“— Die besten Eigenschaften seines Charakters werden geweckt, als er in Sanche seinen Enkel erkennt. Es erfüllt ihn mit Stolz, daſs ein Nachkomme von ihm den Thron von Burgos erben soll:
„Je sens que cet enfant, avec tous ses raαmous, Vient d'entrer dans ma brume, et que cette jeune àme A pris possession de mon vieux coeur infâme.“ „... je puis désormais D'en bas sourire aux purs et radieuæ somnnets, Jeter furtivement un regard vers la cime Oà, né de mon fumier, croitra ce s sublime!“
Unter den edlen Bildern ist hier das niedrige fumier einigermaſsen auffallend.— Von
den übrigen Metaphern des Marquis sind noch die folgenden von Interesse:
„Les grelots*gazouillaient sur le peuple dansant.“
„Les femmes, les hommes, l'argent n'ont pas de*prise.“ Ferner sind nur hier belegt*prendre au collet,*gardienne, talléeger, duel,*oulnérahle,*point d'appui, vtenace.
cf. dazu: nuit, fondre, éteindre, lumièere, ténébreux, gouffre, s'écouler, doré, poussière, épanou- issement, agneau, loup, lion, griffe, éclore, éblouir, dent, bras, entrailles, fiel, mendiant, faim, ivre, enivrer, frissonner, étreindre, ployer, frotter, degré, balance, acheter, vendre, lien, fécond, fête, vainqueur, prise, étouffer, remêde, niveau, victime, démon, fantôme, colosse.
Wie in„Cromwell“, so tritt auch in dieser letzten dramatischen Dichtung Victor Hugos ein Narr auf, Gucho, ein durchtriebener Bösewicht ohne Witz. Das scheinheilige Gebahren des Königs nennt er mit einer ihm naheliegenden Metapher*momerie, seinen Charakter ρνε. Er empfindet, daſs in der Seele Ferdinands ein chaos herrscht, und spottet darüber, dafs der König sich unter die Gewalt Torquemadas beugt:„Ce vieux bonhomme-ci(T.) n'a qu'à lever le doigt, Et l'on verra tomber son altesse α plat ventre.“ Doch er selbst hat Furcht vor dem Inquisitor und verrät ihm des Königs Leidenschaft für Rose:„Donc dénonçons. Tant pis. Ne songeons qu'à moi, diantre! Je'retire du jeu mon épingle. Et m'en vais.“ Charakteristisch für ihn ist es, wenn er hinzufügt:„Je m'en lare es pattes.“
cf. dazu: crouler, poussière, tigre, chat, s'envoler, coiffer, ⸗passant, beurter, Cupidon.
Bei dem Rabbin endlich, der das Königspaar um Gnade für seine zum Scheiterhaufen verurteilten Glaubensgenossen anfleht, überwiegen trübe, biblisch gefärbte Bilder. So spricht er Z. B. von„l'ombre de la mort“ und sagt:„Ne soyez pas le vent si nous sommes la cendre. Soyez des anges bons et doux!“
cf. dazu: fiel, précipiter, palpiter, trembler, chasser.


