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spärlich mit Metaphern ausgestattet, und was sie von solchen hat, ist meist konventionell gefärbt. Am frischesten klingen noch folgende Bilder:
„Dans les coeurs où ses llammes ont lui
L'amour ne laisse donc que ruine apres lui?
De tout cet rincendie il reste un peu de cendre.“ Dazu paſst die Metapher:„Ma vertu, mon bonheur, hélas, tout est*Aombres.“ Der bildliche Gebrauch von„des choses sombres“,„je Suis glacée“,„mon coeur se fend“,„cela me déchire“, „un air vaingqueur“, sacrifice, démon, enfer erinnert an klassische Traditionen.
cf. dazu: tarir, absorber, verser, glisser.
Zu der edlen Gestalt Blanches könnte Maguelonne, die verworfene Schwester des Banditen, einen wirkungsvollen Gegensat⸗ bilden, aber der Dichter will uns merkwürdiger- weise hier an die reine Liebe im Herzen einer Dirne glauben machen. Mit Bildern ist Maguelonne wenig bedacht. Sie gebraucht metaphorisch nuit und pair, und als die als Mann verkleidete Blanche um Einlaſs in das Haus Saltabadils bittet, wo der Tod ihrer wartet, sagt Maguelonne mitleidig:„Pauvre jeune homme, il frappe à son tombeau.“
Saltabadil, der Bandit, hat eine Art rohen Witzes, die für ihn ganz charakteristisch erscheint. Als es drauſsen regnet und donnert, sagt er:„L'on fait à cette heure Mauvais ménage au ciel; l'un gronde et l'autre pleure.“ Den Leichnam des Fremdlings(d. h. des ihm anscheinend unbekannten Königs), den er morden soll, will er in einem Sack in die Seine werfen, deshalb sagt er zu seiner Schwester:
„Recouds-moi... ce vieux Sac... Pour y mettre...
Quand j'aurais dépéché là-haut ton*Apollo,
Son cadavre et ce gres, et tout jeter à l'eau.“ In ähnlichem Sinne gebraucht er später:„Il va faire un fier*somme.“ Dabei ist zu bemerken, dafs der metaphorische Gebrauch von Apollo für den Banditen reichlich hoch erscheint.
Bei der geldgierigen Bérarde, der gewissenlosen Hüterin Blanches, ist der bildliche Gebrauch von sec zu erwähnen:„Je croyais votre homme à sec.— Plus un sou, plus un mot.“
V. Lucréèce Borgia.
„Lucrece Borgia“,„Marie Tudor“ und„»Angelo“ bilden insofern eine besondere Gruppe unter den Dramen Victor Hugos, als sie in Prosa geschrieben sind, während der Dichter für seine Bühnenwerke sich sonst des Alexandriners bediente. Weder„Wahrheit noch Idealität“ sind nach Julian Schmidts Urteil in ihnen zu finden, betrachtet man sie aber als„Spektakel- Stücke für ein Vorstadtpublikum, so wird man dem Dichter ein Talent ersten Ranges zu- schreiben.“
Victor Hugo sagt in der Vorrede zu Lucrece Borgia:„L'idée qui a produit le Roi s'amuse et l'idée qui a produit Lucrèce Borgia sont nées au méme moment, sur le méême point du coeur.“ Die weitere Ausführung dieses Gedankens gipfelt in den Worten:„La paternité sanctifiant la difformitée physique, voilà le Eoi s'amuse; la maternité purifiant la difformité morale, voilà Lucrece Borgia.“ In solchen Antithesen gefällt sich der Dichter, aber sein Be- mühen, unser Interesse oder gar unser Mitgefühl für ein so fürchterliches Weib, wie es diese


