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Auch sonst ist die Sprache des Königs reich koloriert mit Metaphern, die den ver- schiedensten Gebieten entnommen sind. Blanche ruft er einmal zu:„Qu'importe que je sois Satan ou*Gabriel, Je t'aime.“— Recht voll nimmt er den Mund, wenn er sagt:
„Pres moi, non, Hercules Et Jupiter ne sont que des fats ridicules! L'Olympe est un*taudis.
Auch sonst schreckt der König durchaus nicht vor derben Ausdrücken zurück. Den
Banditen Saltabadil charakterisiert er mit kräftigen Bildern, indem er zu Maguelonne sagt: „... ton frêere, un animal Fort laid, et qui doit être un drôle bien farouche D'oser montrer son*mufle à côté de ta bouche.“
Diese vulgäre Sprache harmoniert zwar nicht mit der Stellung eines Königs, vervoll- ständigt aber treffend das Bild, das der Dichter von Franz I. entwerfen will. Und so passen auch hierher die folgenden Worte, die auf Monsieur de Cossé gemünzt sind:„Regarde cette téte, ami! Vois-tu cela? S'il en sort une idée, elle est toute*ornue.“ Ausgezeichnet gewählt und sehr charakteristisch sind die Metaphern, die der König gebraucht, als er den ärmlichen Hausrat in der Wohnung Saltabaldils betrachtet:„Tes meubles étaient donc à*Marignan, mon cher, Qu'ils sont tout*εαορερ—m*ε
Aehnlich sagt er im Spott von dem ihm angewiesenen Dachkämmerchen:„On y*grille en juillet, en revanche en décembre On y gelc.“
Auch der dem Damenspiel entlehnte bildliche Gebrauch von souffler verdient erwähnt zu werden:„Dieu!*souffler sa maitresse à mon fou! c'est charmant.“
cf. dazu: toile, brüler, de l'huile sur le feu, rhausser,*timide, insurmontable, muguet, aile, rleste, éveiller, envelopper, glisser, monstre, apôtre.
Franz I. ist von einer zahlreichen Hofgesellschaft umgeben, die fast durchweg ebenso leichtfertig ist wie er selbst, aber auch— gerade wie der König— in ihren Metaphern den Witz nicht vermissen lälst.
Pienne gebraucht, bildlich„brouiller le cerveau“ und nennt einen sich langweilenden König„une fille en noir, un*6tεν de pluie.“ Diese Bilder ergänzen M. de Vic und Par daillan, der erstere mit den bezeichnenden Worten:„c'est un flacon plein d'eau, der letztere, indem er sagt:„C'est un ramour sans duel.“ Pardaillan gebraucht aufserdem bildlich den Jagdaus- druck*donner le change und se torturer. Der schwerfällige Cossé bezeichnet den gewandten Triboulet als„petit Satan.“ Landry spricht von„amour épurd.
Schärfer ist durch seine Bilder M. de Gordes gezeichnet. In seiner Schwärmerei für das weibliche Geschlecht gebraucht er die Metaphern ange, fée, gräce, in der Regel aber spricht er weniger gewählt. Eine materielle Denkweise veraten die Bilder„morceau de roi“ und*régal, die ebenfalls mit Bezug auf die Frauen gebraucht werden. Wie die übrigen Höflinge ver- spottet auch er Triboulet und nennt ihn faquin, welchen Ausdruck er übrigens auch von dem Dichter Marot gebraucht. Als das Gerücht auftaucht, daſs auch der Narr eine Dame verehre, nennt er dieselbe une vselle sur un cheval de bois, und als Triboulet in dem Palaste des Königs nach seiner geraubten Tochter sucht, sagt M. de Gordes unter Verwendung von Bildern aus dem Geldverkehr:
„Qu'il va, le malheureux, avec son désespoir, Nous payer en un jour de*dettes arriérées!“


