Aufsatz 
Die Metapher in den Dramen Victor Hugos : (Bis 1830) : 1. Teil
Entstehung
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Auch alle übrigen Bilder, die Victor Hugo dem Dichter Milton in den Mund legt, tragen ein vornehmeres Gepräge, so olipser, sommet, tempéte, voile, bercer, habiter, équilibre, peupler, héritage, isupplice u. a. m. Die bevorstehende Krönung Cromwells weckt in Milton ernste Erinnerungen aus der Weltgeschichte:

Prends donc la royauté de César et de Guise. La couronne se dore et le poignard s'aiguise.

Neben solchen ausdrucksvollen Metaphern verwendet er eine Reihe konventioneller Bilder, wie enflammer, chaine, denoüment, dénoué, trame und ourdir, aber auch diese können, so farblos sie sonst geworden sein mögen, vielleicht in diesem Falle als charakteristisch gelten, da auch ein Dichter wie Milton, trotz des eigentümlichen Adels seiner Poesie, wohl so gedacht werden kann, daſs er von der Sprache der modischen Dichtung nicht unbeeinflußst geblieben ist.

cf. dazu: ivre, mendier, éblouir, chemin, spectre.

Ganz anders geartet als der ideale Milton, aber in dem Plane des Stückes eine nicht minder bedeutende Rolle spielend ist der Jude Israël-Ben-Manassé. Er führt für Cromwell allerlei Geschäfte aus, verrichtet Späherdienste, liest für ihn in den Sternen, entpuppt sich aber schlieſslich als habsüchtiger Heuchler und entgeht nur gegen die Bezahlung der Kosten für die Ausschmückung des Thrones dem Galgen.

Wie Seni durch die Astrologie Wallensteins Freund wird, so gewinnt Manassé Cromwells Vertrauen durch seine Beschäftigung mit dem Lauf der Gestirne und deren Bedeutung für die Menschheit. In bilderreicher Sprache schildert er die Wunder des Himmels:

... Quels soleils sont les lettres de feu Dont brille au front des nuits la tiare de Dieu!

Aber nicht jedem entschleiern sich diese Wunder. Für Cromwell sind die Konstellationen nach Manassés Ansicht nur n feu sans lumièore, und als er in ihre Bedeutung eindringen möchte, bekommt er von dem Juden die an mannigfaltigen Metaphern reſchen Worte zu hören:

Ton àme Verrait a nu, malgré les barrieres de flamme, Ces astres, sable d'or, poudre de diamants, Qu'en leur gouffre sans fond roulent les firmaments. Tu voudrais pénétrer ce ciel, palais de gloire, Ténébreux sanctuaire, ardent*laboratoire, veille Jéhovah qui ne dessaisit pas L'immobile pioot et l'éternel compas! Percer les trois milieux, la flamme, l'éther, l'onde, Triple»oile des cieux, triple*paroi du monde!

DGromwell pocht darauf, daßs er dem Astrologen seine Sterndeuterdienste bezahlen will, aber dieser antwortet ihm mit den Worten... quand t'ai-je promis d'tespionner les cieux? durch welche zugleich ein Streiflicht auf den Charakter des immer, möglichst aber in seinem eigenen Interesse spähenden Manassé fällt. Sonst ist der sternkundige Jude Cromwell gegenüber kriechend genug und schmeichelt ihm z. B., indem er sagt:

... par vous l'Angleterre respire. Votre bras généreux la délivre du pire Des tyrans que l'enfer jamais puisse enfanter.

Er hat Respekt vor dem durchdringenden Geiste des Protektors:»A cet il de linur

rien ne peut échapper. Aber er haßst ihn doch, nennt ihn monstre, fils d'mmon und freut