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ſein; ehemals habe man in beſondern Lehrſtunden eigene Denkübungen angeſtellt; nachdem man aber zur Einſicht ge⸗ kommen, daß jeder Unterricht im Denken üben ſolle, habe man dieſe abgeſchafft; ſo ſolle man auch die Anſchauungs⸗ übungen nicht in beſonderen Stunden vornehmen; man ſolle ſie verbinden mit dem allgemeinen Elementarunterrichte.“ Ich bin noch nicht dieſer Anſicht, ſondern ich glaube noch, daß auch ſchon in der unterſten Klaſſe die Fächer geſondert ſein ſollen, jetzt bibliſche Geſchichte, dann Leſen und Schreiben (dieſe beiden allerdings in geeigneter Verbindung), dann Rechnen und dann— ein Unterricht, der anleitet zum klaren Anſchauen und Ausſprechen. Was ſoll da angeſchaut werden? Nicht bloß, wie dies manchmal geſchieht, Bilder, ſondern mehr noch und vorherrſchend Dinge, deren Betrachtung den Kindern von Intereſſe iſt und ihrem Geiſte Nahrung gibt: Naturgegenſtände, Sonne und Mond, Wind und Wetter, und was ſonſt all ſich bietet. So ſind hier vereinigt die Dinge, die wir ſpäter in naturgeſchichtlichen, im geographi⸗ ſchen, im phyſikaliſchen Unterricht vorführen; es iſt dieſer Unterricht, ſo wie er, indem er im Ausſprechen übt, dem ſpäteren Sprachunterrichte dient, ſo zugleich auch eine Vor⸗ bereitung für jene drei genannten Fächer. Beſonders auch für die Phyſik. Welche phyſikaliſche Erſcheinungen können aber mit den Kleinen ſchon behandelt werden? Dieſe Frage will ich hier abſichtlich nicht vollſtändig und ſyſtematiſch be⸗ antworten; ich will nur Andeutungen geben.
Wenn die Sonne in's Zimmer ſcheint, wird von Licht und Schatten geſprochen; es wird betrachtet, wohin der Schatten fällt, welche Geſtalt er hat, es wird beobachtet, wie er fortrückt. Vielleicht iſt irgend einmal ein Reflex zu ſehen oder kann ein ſolcher abſichtlich hervorgebracht werden. Daran ſchließt ſich Betrachtung des Spiegels und Beobachtung, wie, wenn der Davorſtehende ſeine Stellung verändert, auch die


