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der Zeichenlehrer Bilder an der Tafel entſtehen läßt. Sondern zunächſt nur von dem bewußten, bloß auf das Erkennen gerichteten Beobachten. Und wir fragen zuerſt: Iſt es nöthig, in der Schule zu dieſem Beobachten anzuleiten? Niemand, der ſich je eingehender mit der Jugend beſchäftigt hat, wird dieſe Frage verneinen. Wenn, was allgemein anerkannt iſt, das Anſchauen gepflegt werden muß, damit die Schüler durch eigenes Bemühen Kenntniß von den Dingen bekommen, ſo iſt auch, mit Bezug auf die Dinge, die ſich weſentlich verändern— und das ſind ja die allermeiſten—, das Beobachten zu fördern. Obgleich das nun ganz ſelbſt⸗ verſtändlich iſt, ſo wird es doch bis jetzt, wie ich glaube, noch nicht in dem Maße, wie es geſchehen könnte, gehandhabt. Lüben ſagt irgendwo(die Stelle iſt mir im Augenblick nicht in Erinnerung), er ziehe im Seminar in Bremen Pflanzen und halte Thiere, damit ſeine Schüler ſie beobachten. Ich könnte auch noch ein Beiſpiel aus meinem engeren Kreiſe anführen. Aber dieſe Beiſpiele ſind noch zu ſelten, vielleicht wegen der damit verbundenen Schwierigkeit oder doch Un⸗ bequemlichkeit; wir kommen ſpäter auf dieſen Punkt zu ſprechen.
Wir fragen zweitens: Wo findet im Schulleben das Beobachten ſeine Stelle, oder zur Beobachtung welcher Gegen⸗ ſtände oder Vorgänge ſoll angeleitet werden?
Der Unterricht in der Bürgerſchule beſchäftigt ſich mit Gott, dem Menſchen, der Natur.
Was Gott und göttliche Dinge betrifft, ſo findet hier keine Anleitung zum Beobachten ſtatt; es liegt, was hierüber gelehrt wird, außer dem Bereiche der Beobach⸗ tung. Allerdings heißt es:„Schmecket und ſehet, wie freundlich der Herr iſt“; und es wird dabei hingewieſen auf die Schöpfung, Regierung und Erhaltung der Welt. Aehnlich wenn es heißt:„Schauet die Lilien auf dem Felde.“


