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in ihrem Wörterbuche darüber ſagen, und leſe u. A. Fol⸗ gendes.„Beobachten, observare, tueri, animadvertere, in acht, in obacht nehmen, wahrnehmen.— erfahrung metho- disch anstellen heisst allein beobachten. Kant.— Der sprachgebrauch hat sich zumal nach dem lat. observare und franz. observer gerichtet. es heisst den lauf der sterne, den aufgang eines gestirns, die veränderungen der witterung beobachten; den gang der zeitereignisse beobachten; die rechte zeit beobachten; beobachte dein eigen herz; regeln, den anstand, sein amt, seine pflicht, schuldigkeit, beobachten, wahrnehmen, erfüllen. still- schweigen beobachten, bewahren.— Seltner für sinn- liches gewahren, merken.— in beobachten liegt mehr ein fortgesetztes, regelmässiges wahrnehmen.— wahr- nehmung ist mehr als bemerkung, beobachtung mehr als wahrnehmung.“
Beobachten alſo iſt(wir ſehen hier ab von der Be⸗ deutung des Wortes, bei welcher wir die Objekte„Regeln, Anſtand, Pflicht“ u. ſ. w. finden) ſoviel als fortgeſetzt wahr⸗ nehmen, und zwar(es paßt uns hier das Beiſpiel aus Kant) zunächſt wenigſtens mit der Abſicht, eine Erfahrung zu machen oder etwas kennen zu lernen. Der Gegenſtand der Beob⸗ achtung muß alſo der Art ſein, daß ſeine Kenntniß nicht durch ein bloßes Anſchauen vermittelt werden kann. Es muß alſo ein Gegenſtand ſein, der, länger oder kürzer fortgeſetzt oder zu verſchiedenen Zeiten betrachtet, Verſchiedenes zeigt, ein Gegenſtand, der ſich verändert. Allerdings lehren uns die Phyſiker— und nicht bloß dieſe,— daß jedes Ding ſich verändert, ſo daß alſo das Wort des alten Heraklit, „Alles fließt,“ ſeine Geltung hat. Aber wir können doch unterſcheiden; wir wollen ſagen: Beobachtet wird, was ſich merklich verändert; was weſentlich längere Zeit hindurch unverändert bleibt, wird(es fehlt mir hier ein ganz ent⸗


