Aufsatz 
Zur Inversion der römischen Eigennamen : I. Cicero bis Livius
Entstehung
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fortlaufenden Erzählung des Autors. Auch zwiſchen Antias Valerius (9mal) und Valerius-Antias(19mal) läßt ſich ein beabſichtigter Unter⸗ ſchied!) an manchen Stellen, aber nicht durchgehends, konſtatieren. Macer Licinius dagegen wird nie anders als mit invertiertem Namen genannt.

Störend und vielleicht nicht urſprünglich iſt die Abwechslung der Namen 30,1,9, vielleicht auch 43,2,7.

Die äußere Symmetrie der Namen iſt auch bei der Inverſion im Fluß der Erzählung oft nicht gewahrt, während es bei der Wahl z. B. in der Regel geſchieht. Wenn man aber ſolch unſymmetriſche Stellen lieſt(z. B. 22,32,1. 40,6.45,8), kann man ſich dem Eindruck nicht entziehen, daß es nur ſo und nicht anders lauten konnte; vgl. beſonders 22,32,1: consules Atilius Fabiano Geminus Servilius Minuciano exercitu accepto. Es wird darum auch der Rhythmus bei einer genaueren Unterſuchung beſondere Beachtung verdienen, ſowohl bei Cicero in den Reden, wo die Formen mit den Pränomen neben den anderen vorliegen, als namentlich bei Livius, der die größte Mannig⸗ faltigkeit in der Benennung aufweiſt, z. B. L. Papirius Cursor, L. Papirius, Papirius, Cursor, Papirius Cursor, Cursor Papirius und ganz beſonders bei den Schriftſtellern des erſten Jahrhunderts der Kaiſerzeit.

¹) Auch Götternamen und ein Städtename begegnen in regelmäßiger und inver⸗ tierter Reihenfolge, z. B. Alba Longa 1,3,4. Longa Alba 1,3,3; Iovis Statoris 1,41,4. Statori Iovi 1,12,6; Mars Gradivus 1,20,4. Gradivus Mars 2,45,14: Iovis Feretrii 4,20,3. 5. Feretrii Iovis 4,20,7.

eman.