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Zuſammenhang mit den Gentilverbänden beſtehen und gleichſam zur Überſicht das Nomen vörantreten. Möglich, daß auch in der aus dieſem Grunde vielbeſprochenen Scipioncninſchriftt): Cornelius Lucius Scipio Barbatus es ſich weniger um eine anomale JInverſion des Vornamens handelt als um eine Vorſtellung des allen Geſchlechtsgenoſſen gemeinſamen Gentilnamens.
Die. Verwendung des zweiteiligen Namens ohne Vornamen, alſo des Geſchlechts⸗ und Beinamens, iſt zuerſt von Lahmeyer überſichtlich dargeſtellt worden. Von den beiden möglichen Formen, Gent.+ Cogn. und Cogn.+ Gent., iſt uns jene, die bei Plinius minor faſt ganz durchgedrungen iſt, die geläufigere.)²) Wir haben uns gewöhnt zu ſagen: Aemilius Paulus, Terentius Varro, lulius Caesar Cornelius Nepos ſtatt L. Aemilius Paulus, P. Terentius Varro, C. lulius Caesar. Der Vorname des Nepos iſt bekanntlich infolge dieſer ſchon ſeit Cicero üblichen Namensform gar nicht überliefert. Jedoch ſind uns namentlich aus der Zeit der„ſilbernen Latinität“ beide Formen vertraut, z. B. Tac. Dial. 1 Iuste Fabi, Ann. 4,66 Varus Quintilius, Hist. 4, 17. 5, 9 Quintilius Varus. Mackces) führt im ganzen 51 Männer mit invertierten Namen aus Tacitus an. Selbſt in den Briefen des jüngeren Plinius wird, abgeſehen von der Umkehrung zweier Cognomina, an 4 Stellen das Gentile dem Cognomen nachge⸗ ſtell. Wir leſen neben den regelmäßigen Formen 6, 13, 3 Catius Fronto(D: Fronto Catius); 6, 29, 8. 7, 33,4 Baebium Massam; 5, 3, 5. 6, 2, 1. 9, 19, 1 Verginius Rufus— bei denſelben Männern auch die Inverſion: 2, 11, 3 und 18 Fronto Catius; 3, 4, 4 Massam Baebium; 6, 10, 1 Rufi Vergini. Bei Quintilian ſteht von etwa 50 mit Gentile und Cognomen genannten Männern ungefähr ein Drittel in Inverſion.
Solange aber eine Sammlung dieſer Beiſpiele aus der früheren Zeit noch nicht vorlag, ſondern nur hie und da ein zweifacher Name ohne Pränomen nachgewieſen wurde, mußte namentlich die Inverſion, die Voranſtellung des Beinamens vor den Geſchlechtsnamen, als etwas Ungeheuerliches erſcheinen, zumal neben der erdrückenden Menge der regelmäßigen Bildungen von Cicero bis Livius. So erklärt ſich auch
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¹) C. I. L. I 30. ²) Es möge geſtattet ſein, dieſe Abkürzungen der Einfachheit halber für Nomen, Gentile und Cognomen zu gebrauchen, desgl. Pr. für Pränomen.
³) Reinhold Macke. Die römiſchen Eigennamen bei Tacitus,—IV Progr. Hadersleben 1886—1893.


