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Grammatik auftrat. Der hiſtoriſche und vergleichende Grammatiker J. Grimm und der geiſtreiche Becker ſchufen Großes für die Grammatik der Mutterſprache und legten auch für die der anderen Sprachen den Grund zu gründlicheren Forſchungen und zweckmäßigerer Geſtaltung. Ihnen ſchloſſen ſich in ähnlichen Beſtrebungen eine Menge Männer an, welche mit dem von jenen angezündeten Lichte auch die geringſten noch übrigen dunkelen Stellen der Grammatik zu erleuchten ſtrebten. Als ein Stern erſter Größe aber erſchien der Sprachenphyſiolog W. v. Humboldt und lichtete mit einer neuen Lichtmaterie die verſchiedenartigſten Sprachen des Orients und Occidents. Sein Proſector Pott ſuchte durch manchmal ſchwindelnde Zerſetzungen und Zuſammen⸗ fügungen der Sprachorganismen ſeines Lehrers feſtgegründeten Tempel mit bunten Bauſteinen— bisweilen ohne Mörtel— auszubauen. Dabei wollen wir nicht ver⸗ geſſen des thätigen Strebens in der Erklärung und Anwendung der indogermaniſchen Sprachen der anderen Männer, eines Forſter's, Wilkins, Wilſon's, Bopp's, Colebrooke's, A. W. v. Schlegel's, Burnouf's, Olshauſens, Dün⸗ tzer's u. A. m.


