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nachweisbar oder selbst unwahrscheinlich ist, einem solchen entsprechend von lateinischen Verben gebildet. Während die ersteren wie aiguillonner, bouchonner, cramponner, cray- 1 onner, frissonner, grisonner, rayonner; u. additionner, affectionner, mentionner, perfectionner — moissonner, occasionner, emprisonner, raisonner— façonner, eine Thätigkeit oder einen Zustand ausdrücken, der mit dem Stammwort in engem Zuzammenhang steht, haben die von Verben mit dem Suffix-on- gebildeten einen deminutiven oder pejorativen. in einem Falle(tätonner— tater) auch frequentativen Sinn. Dazu gehören chanton- ner(trällern von chanter), griffonner(kritzeln, griffer, kratzen(von griffe, Klaue), mâchonner (maàcher) mit Mühe oder langsam kauen); die meisten aber sind Verba auf illonner, die teils vom solchen auf eiller, teils von Nominalstämmen auf-illon gebildet, demnach eine doppelte Ableitung darstellen und meist den dem einfach abgeleiteten Verbum eigentümlichen Sinn in noch verstärktem Mafse ausdrücken, teils eine von ihm abweichende Bedeutung haben. Zu den ersteren gehôren: babiller und babillonner(schwätzen), boursiller und boursillonner (Geld zusammenschiessen), nasiller und nasillonner(näseln), vermiller(vom Wildschwein) und vermillonner(vom Dachs, nach Würmern wühlen), vriller und vrillonner,(sich schrauben- artig zusammendrehen), zu den letzteren: aiguiller(mit der Nadel(in bestimmter Weise) hantieren) und aiguillonner(mit dem Treibstachel(aiguillon) stechen).
Die auf-asser(acer) gehen zum Teil direkt auf ein französisches Nomen auf-as,-asse, ace(lateinisch-aceus, a, um) zurück, teils sind sie einem solchen entsprechend von Ver- ben gebildet und haben dann pejorativen Sinn, der auch einem grossen Teil der Subst. auf-asse wie vinasse, paperasse eigentümlich ist. Zu den ersteren gehôren Verben wie embarrasser(embarras), brouillasser(brouillasse), crevasser(crevasse), tirasser(tirasse), grimacer(grimace), zu den letzteren rèêvasser(réver), allerlei träumen, écrivasser wie écrivailler(écrire), rimasser(rimer), tracasser(traquer); den tadelnden Sinn hat dieses Suffix auch in Worten wie avocasser(den Winkeladvokaten spielen) und se prélasser(wie ein Prälat herstolzieren), die von den Subst. avocat und prélat abgeleitet sind.
Die auf-iner und-ocher sind meist von Nominalstämmen auf-in,-ine(lateinisch-inus) und-oche(ital.?) hergeleitet, wie cheminer(chemin—»*caminare) discipliner(discipline), ruiner(ruine), mariner(marin); bambocher(bamboches liederliche Streiche), piocher(pioche Hacke), tatocher(tatoche Ohrfeige); nur wenige gehen auf Verbalstämme zurück, wie piétiner (piéter— pied, stampfen), ratatiner(Redupl. v. ratiner), bavocher(baver, bave unsauber drucken).
Die auf-eler gehen entweder direkt auf ein Nomen auf Lellus, illus(franz.-eau m. -elle f.) zurück wie: agneler(agneau, agnellus), marteler(marteau), oiseler(oiseau, avicellus) oder sind mit demselben Suffix von anderen Subst. herzuleiten wie botteler (botte, in Bündel zusammenbinden), bosseler(bosse, erhabene Arbeit machen), harceler (afr. herceler von herse, necken) oder auf lateinische Verben auf-ellare, wie chanceler (cancellare) oder sind lateinischen Verben auf-illare mit deminutivem Sinn nachgebildet, wie bretteler(bretter) und gratteler(gratter).
Bei einigen auf—er tritt das ableitende-- an die nachgeahmte Form von Naturlauten: so in: miauler(miauen), piauler(piepen, v. jungen Vögeln), roucouler(girren v. Tauben). (was dann nachgeahmte Bildungen wie grisol(l)er(trillern v. d. Lerche), pupaler(schreien wie der Wiedehopf(upupa) zur Folge hat), ronfler(schnarchen).*)
*) An diese im weiteren Sinne onomatopoetischen Bildungen seien gleich noch andere angefügt, bei denen der Naturlaut zum Teil noch deutlicher hervortritt; dieselben gehen zum Teil auch auf lateinische Verben zurück;


