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chair), corner(lat. Stamm corn- franz. cor), fèêter(féte), monter(mont), passer(pass-us, franz. pas), peupler(peuple), percher(perche von pertica), rouler(von rotulus), puiser(von pui(t)s aus puteus), voler: stehlen(von vola, die hohle Hand); auf ir: félir von felis.
Von Adjectiven sind u. a. gebildet, auf er: baisser(bassus), longer(longus), aliéner (alienus); auf ir: aigrir(aigre-acer), blanchir(blanc. deutsch blank), brunir(brun, deutsch braun.) chérir(cher-carus), froidir(froid— fri(gi)dus), grossir(gross-us), maigrir(maigre von macer), pälir(päle von pallſid)us), mollir(moll-is), rougir(rouge aus rubeus für ruber) u. a.
Auf Zahlbegriffe gehen zurück: tiercer und tercer(tertius), quarter, quinter, décimer; carrer(quadrare von quadrus).
Von Pronominibus sind gebildet: tutoyer(aus tu und toi) und nach dessen Analogie voussoyer. Von Praepositionen und prâpositionalen Adverbien: arriérer(arrière aus ad-retro), avancer(avant aus ab ante), devancer(devant aus de ab ante), jouter(juxta), outrer(outre von ultra), rencontrer(re-in-contra).
Von Adverbien: hucher, dem Jagdhund zurufen, aus*huccare von huc!
Von manchen Nominalstämmen wurden sogar mehrere verschiedenartige Infinitive mit verschiedener Bedeutung gebildet, so charger, charrier, charroyer, alle drei von rcarricare (carrus).
Zu den Infinitivbildungen, die auf lateinische Verben zurückgehen, gehören zu- nächst die zahlreichen, auf lateinische Intensiva oder Frequentativa zurückgehenden franz. Verba, die ihrerseits wieder von Part. Perf. Pass. auf-sus oder-tus abgeleitet sind. Diese Art von Verben, die schon dem Schriftlatein sehr geläufig war, mufs im Vulgärlatein noch viel zahlreicher gewesen sein. Bei dem Ubergang ins Altfranzöôsische wurde diese Art von Verben sehr oft wegen ihrer dafür geeigneteren und handlicheren Form vor den schwindenden Primitiven bevorzugt; ihre intensive oder frequentative Bedeutung schwand dann ganz ebenso, wie in den Deminitivbildungen der Substantiva, die gleichfalls, nur in noch weit zahlreicheren Fällen, wegen ihrer mehr ins Auge und Ohr fallenden Form vor den Stammwortern bevorzugt wurden(z. B. oreille von auricula für auris, abeille von apicula für apis, soleil von“soliculus für sol, taureau von*taurellus, doppeltes Deminutiv für taurus), die verkleinernde Bedeutung durchaus zurücktrat. So entstand: chanter aus cantare für canere, jeter aus jectare= jactare für jacere, pousser aus pulsare für pellere, oser aus ausare für audere, oublier aus oblitare für oblivisci u. a. m. Die gelehrte Bildungsperiode ahmte diesen Prozefs nach und schuf Infinitive wie inventer(aus inventare für invenire), persé- cuter, exempter(für eximere)]), fixer, sculpter, user u. a., durch die ebenfalls eine grosse Menge der verloren gegangenen Primitiva in ihrer Intensivform als Lehnwörter dem Französischen wiedergewonnen wurden. Haufig geschah es auch, daſs das lateinische Intensivum neben seinem Primitiv ins Französische überging; z. B. dicter(dictare) neben dire, traiter(tractare) neben traire, sauter(saltare) nebeèn saillir(salire), penser(pensare) neben pendre u. a. m. In diesem Fall behielt meist die Intensivform ihre lateinische Bedeutung, wäâhrend das Stammwort in der Bedeutungsentwicklung seine eigenen Wege ging, da beide Worter für das franz. Sprachgefühl ohne jede Beziehung zu einander sind Neben diesen auf lateinische Intensiva auf-are zurückgehenden französischen Verben nehmen einen nicht minder wichtigen Platz die von zum groſsen Teil ebenfalls auf latein. Part. Perf. Pass. zurückgehenden Verben auf are abgeleiteten franz. Verben ein. Dieselben sind auch entweder dazu bestimmt, das aus irgend welchem Grunde geschwundene Stammverbum zu


