Aufsatz 
Pytho's Gründung : ein nomischer Hymnos, aus dem homerischen Hymnos auf Apollon ausgeschieden und übersetzt / vom ... C. F. Creuzer
Entstehung
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VII

Von diesen hymnen gebe ich hier vorerst ein kleines xaoοdosipux, werde aber, wenn dies den beifall der kenner erhalten sollte, bald einige andere reliquien des höheren alterthums. welche jetzt fälschlich den namen Homers, Hesiods und der Bukoliker an sich tragen, in ähnlicher restauration folgen lassen. Die wich- tigste derselben ist natürlich der grosse hymnos, welcher in unerwarteter integ- rität unter dem wüsten schutt der hesiodeischen Theogonie verborgen liegt und schon grossentheils durch Soetbeers und Hermanns bemühungen ans licht gefördert ist. Er wird, wie ich hoffe in seiner kunstreich verschlungenen und dennoch streng symmetrischen form über die weltanschauung, mythologie und kunstübung der hellenischen urzeit merkwürdige aufschlässe gewähren, welche man in den seitherigen pseudo- epischen und strophischen recensionen des gedichts nicht ahnen konnte.

Auch aus der hier mitgetheilten arbeit werden sich einige nicht unbedeutende resultate ergeben, von welchen ich vorerst nur an zwei erinnere, nehmlich daran, dass von den 21 aus überfüllung entstandenen lücken, welche theils Wolf, theils Hermann im homerischen hymnos auf den pythischen Apollon annehmen, sich jetzt die meisten hermetisch schliessen und dass die seltsame darin herrschende geographische verwirrung, an welcher schon mehrere alterthumsforscher anstoss nahmen, in der nomischen restauration grössthentheils aufhört.

Nur über den zweiten theil des gedichts, der leicht bei solchen, wel- chen das castis omnic casta nicht gegenwärtig ist, anstoss erregen könnte, erlaube ich mir noch eine bemerkung. Der darin erscheinende Pyphaon, wel- cher, wie sich leicht erweisen lässt, bei den ältesten dichtern ganz verschieden von Typhoeus, dem geiste der vulkane und erdbeben war, ist offenbar eine allegorie der verpestenden sumpfluft oder malaria. Diese eutsteht nach unserem hymnos durch giflige ausdünstungen des himmels, der erde und des Tartaros, welche Hera, die wetterwendische göttin des luftmeers, in sich aufnimmt und das so entstandenc tod hauchende kind von dem ins centrum des weltalls gela-