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Theogonie nachzuweisen“ ein bedeutender theil derselben blos gelegt worden. Deun in diesem schriftchen war der beweis geliefert, dass ein grosser theil jenes gedichts aus fünfzeiligen strophen bestehe; auch waren bereits 370 verse desselben nach dieser norm zusammengestellt. Kaum war es erschienen, so rief auch schon G. Hermann, dessen scharfblick sogleich das hier geförderte edle metall erkannte, der aus licht tretenden idee ein ermuthigendes glückauf zu und schied zugleich aus dem scheinbar tauben gestein, welches Soetbeer bei seite gelegt hatte 30 neue strophen aus, während er einige der 74 von jenem auf- gestellten umänderte oder wegwarf.*) Bei den übrigen philologen fand diese neuerung wenig oder keinen beifall; fast alle erklärten sie für viel zu destructiv und revolutionär und keiner wollte auf dem von Soetbeer und Hermann betre- teunen wege fortgehn. So ruhte die sache, bis Gruppe im jahr 1841 sein lang erwartetes buch„Ueber die Theogonie des Hesiod, ihre verderbniss und ihre ursprüngliche gestalt« herausgab. Dieser gelehrte war eigentlich zuerst auf die idee gekommen,„dass, zahlenverhältnisse die composition der hesiodeischen Theogonie bedingt hätten und dass hierin der charakter einer eigenthümlichen hieratischen poesie zu erkennen sei“, hatte aber die vorläufige durchführung und publication derselben, auf Soetbeer's dringendes bitten, diesem„nicht ohne kampf, aber nicht ungern“ überlassen. Jetzt trat er mit einem tadel von„Soet- beers eigensinniger vorliebe für die blosse fünfzahl“ und mit einer eigenthümlichen ausführung seiner oben erwähnten idee hervor. Er suchte nehmlich nachzuweisen, dass jenes gedicht ursprünglich aus dreizeiligen strophen bestanden habe, dann aber im laufe der zeit durch fünfzeilige, später durch zehnzeilige, endlich durch unstrophische zusätze erweitert worden sei. Diese ansicht war ziemlich ver- wickelt und ihre durchführung wirkte so zerstörend, dass von den 1022 versen des gedichts nur 107 als ächt übrig blieben, daher machte auch sie kein beson- deres glück. Ja die beiden neusten herausgeber der Theogonie, Göttling und
*) Neue jahrbücher für philologie B. XXI, S. 136— 156.


