Aufsatz 
Emendationes Lysiacae
Entstehung
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Cassel, den 4. Juli 1874, betreffend die Gleichstellung der deutschen Gymnasien rücksichtlich der Maturitäts-Zeugnisse.

Cassel, den 6. Juli 1874. Empfehlung vonStillfried, Leben der Könige Friedrich Wilhelm III., Friedrich Wilhelm IV. und Wilhelm I.

Cassel, den 10. November 1874. Verbot des ferneren Gebrauchs vonMartin, Lehrbuch der katholischen Religion.

Cassel, den 14. Januar 1875. Mit der Lectüre des Homer kann nurgeeigneten Falls und zwar im zweiten Semester der Ober-Tertia ein Anfang gemacht werden.

Cassel, den 21. Januar 1875. Die Pflege des Unterrichts in den Elementen der antiken Metrik wird für Prima in Erinnerung gebracht.

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II. Chronik.

Das Sommersemester und mit ihm das neue Schuljahr für die Oster-Klassen begann am 13. April 1874.

Aus dem Lehrercollegium waren zum 1. April 1874 geschieden der Oberlehrer Ernst, welcher zum Regierungs- und Schulrath bei der Königlichen Regierung zu Minden ernannt worden war, der ord. Lehrer Dr. Osthoff, welcher seine Entlassung beantragt hatte, um sich dem Berufe eines Universitätslehrers zu widmen, der Probe-Candidat und wissenschaftliche Hülfslehrer Deich- mann nach Beendigung seines Probejahres und der Elementarlehrer Geyer, welcher nach 51 ½ jährigem Dienste auf seinen Antrag pensioniert worden war. An die Stelle dieser Lehrer traten mit dem Anfange des Schuljahres ein: Wilhelm Stern als definitiv bestellter Elementar- lehrer und die wissenschaftlichen Hülfslehrer Carl Martin und Gottlieb Wendel.

Wilhelm Stern, geboren zu Densberg, Kr. Fritzlar, am 12. Mai 1847, ev. Conf., zum Lehrer ausgebildet im Seminare zu Homberg und zum Turnlehrer in der Central-Turnanstalt zu Berlin, war von Ostern 1868

an beauftragter Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Hofgeismar, dann seit Ostern 1870 Lehrer an der städtischen Freischule zu Cassel.

Carl Martin, geboren zu Grebenstein am 16. December 1848, ev. Conf., besuchte das Gymnasium zu Cassel bis Herbst 1867, studierte in Marburg, Erlangen und Göttingen, bestand im August 1870 in Mar- burg die theologische Prüfung, im Februar 1874 das Examen pro facultate docendi in Göttingen und wurde hierauf dem hiesigen Gymnasium zur Abhaltung seines Probejahres zugewiesen; seit dem 13. April 1874 war er zugleich als Hülfslehrer beschäftigt.

Gottlieb Wendel, geboren zu Fulda am 17. Mai 1846, ev. Conf., besuchte die Gymnasien zu Fulda und Hanau, studierte in Marburg und Erlangen, bestand im Juni 1867 die theologische Prüfung in Marburg, im October 1868 das Examen pro rectoratu in Hanau und im April 1870 das Examen pro ministerio daselbst. Seit Herbst 1868 war er Rector des Progymnasiums zu Schlüchtern.

In die durch den Abgang des Oberlehrers Ernst erledigte Oberlehrerstelle wurde nach Verfügung Königlichen Provinzial-Schulcollegiums vom 31. Juli 1874 der Oberlehrer Dr. Hartwig befördert.

Durch Verfügung Königlichen Provinzial-Schulcollegiums vom 11. April 1874 wurde die