Aufsatz 
Beiträge zur Erklärung des Sallust
Entstehung
Einzelbild herunterladen

zweimal mit ad:

Cat. 48, 4. eoque magis properaret ad urbem äccedere.

Jug. 25, 5. quam ocissume ad provinciam accedat seque ad eum ab senatu missos. fünfmal mit einem Adverbium auf die Frage wohin?

Jug. 46, 7. quocunque accederent.

14, 15. aut quo potissumum infelix accedam?

14, 17. quo accedam aut quos appellem?

7, 7. huc accedebat munificentia animi et ingenii sollertia.

113, 6. eodem Numida accedit. und zweimal absolut. Die einzige Stelle, an der es mit dem Dativ einer Person verbunden vorkommt, ist Jug. 44,2. ita imperatori novo plus ex malis moribus sollicitudinis quam ex copia militum auxilii aut spei bonae accedebat; allein hier steht accedere doch in ganz anderem Sinne, als in dem eigentlich localen: herantreten, sich nähern; hier ist accedere absolut, und der Dativ imperatori ist als Dativ commodi aufzufassen.

Abgesehen jedoch von dem grammatisch auffallenden Gebrauch des Dativs bei accedere sprechen auch sachliche Gründe gegen die Lesart Medis et Armeniis accessere Libyes. Sallust berichtet, von Anfang an hätten die Gaetuli und Libyes Africa bewohnt; dann wären nach dem Untergange des Her- cules in Spanien einzelne Völker aus seinem Heere, die Perser, Meder und Armenier, indem sie auf Schiffen nach Africa segelten, an die africanische Nordküste gekommen und hätten sich dort nieder- gelassen. Die Perser wären dann in den Theil von Africa gezogen, der dem atlantischen Ocean benachbart war(denn so ist intra Oceanum zu verstehen); und auch die Meder und Armenier wären nicht an der Küste, wo sie gelandet, geblieben, sondern hätten sich in der Nähe der Libyer niedergelassen, die mehr an dem mare Africum ihre Wohnsitze hatten, d. h. an dem Theile des Mittelländischen Meeres, der mehr nach der Provinz Africa zu lag. Dass die schon dort sesshaften Libyer sich den eingewanderten Medern und Armeniern angeschlossen, durch Bündnisse und Verwandtschaften mit ihnen vereinigt hätten, ist nicht naturgemäss und soll von Sallust, der hier zuerst nur von der Oertlichkeit, nicht aber von den Sitten und Einrichtungen der Völker redet, gar nicht betont werden. Es ist deshalb die Lesart, trotzdem dass die meisten Codices Medis et Armeniis haben, in Medi umzuändern.

VII.

Jug. 45, 2. Namque edlicto primum adjumenta ignaviae sustulisse, ne quisquam in castris panem aut quem aliun cockum cibum venderet, ne lizae exercitum sequerentur, ne miles gregarius in castris neve in agmine serbum aut jumentum haberet; ceteris arte modum statuisse.

Nachdem Aulus Posthumius Albinus, der von seinem Bruder, dem Consul Spurius Posthumius Albinus als Propraetor in Numidien zurückgelassen worden war, von Jugurtha zu dem schimpflichen Vertrage und zum Abzuge gezwungen worden war(cap. 38 Schluss), wurde der Vertrag vom Senate für ungültig erklärt, und die Fortsetzung des Krieges dem Consul Q. Caecilius Metellus übertragen. Da dieser als hauptsächlichste Ursache der Niederlage die laxe Disciplin des africanischen Heeres erkannte(denn es war ihm nach cap. 44,1, das Heer vom Proconsul Spurius Albinus iners, imbellis, neque periculi neque laboris patiens, lingua quam manu promptior, praedator ex sociis et ipse praeda hostium, sine imperio et modestia habitus übergeben worden), so wollte er, bevor er den Krieg von neuem begann, erst sein Heer kriegstüchtig machen. Wie sehr die Disciplin gelockert war, schildert Sallust cap. 44, 5. und gibt dann die Mittel an, die Metellus zur Beseitigung der Uebelstände anwendete. Zuerst erliess er Befehle, die gegen die durch die ignavia der Soldaten eingerissenen Mängel gerichtet

2