Aufsatz 
Einleitung zur Geschichte der vier Grafen von Nassau auf dem Erzstuhle von Mainz
Entstehung
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Jahresbericht

über den Inſtand des Gymnaſiums im Schuljahre 1860 61.

I. Lehrverfaſſung.

A. Lehrercollegium.

Der Beſtand des Lehrercollegiums, in welchem während des verfloſſenen Schuljahres keine

Veränderung eintrat, iſt am Schluſſe desſelben folgender:

1) Director Oberſchulrath Dr. Karl Schwartz, Ordinarius in I;

2) Profeſſor Karl Theodor Lade, Ordinarius in III;

3) Profeſſor Martin Meiſter, Ordinarius in II;

4) Außerordentl. Prof. Heinrich Barbieux, Fachlehrer für franzöſiſche und engliſche Sprache; 5) Conrector Dr. Rudolf Eickemeier;

6) Conrector Heinrich Colombel, Ordinarius in IV;

7) Conrector Dr. Franz Heinrich Deutſchmann, Ordinarius in V; 8) Collaborator Dr. Georg Krebs;

9) Collaborator Joſeph Hetzel, Ordinarius in VII;

10) Zeichenlehrer Leonhard Diefenbach;

11) Hilfslehrer: Elementarlehrer Joſeph Decku.

Herr Convictregens Walter, welcher auch in dem verfloſſenen Schuljahre als Lehrer an dem Gymnaſium wirkte, war Ordinarius in VI und beſorgte in dieſer Claſſe den deutſchen lateiniſchen und geſchichtlichen, überdies in II den hebräiſchen und in V den geſchichtlichen Unterricht.

Der katholiſche Religionsunterricht wurde von dem Herrn Beneficiaten Schmelzeis, der evangeliſche Religionsunterricht von dem Herrn Pfarrer Schellenberg ertheilt.

Von literariſchen Arbeiten aus dem Lehrercollegium ſind im Laufe des Schuljahrs im Drucke erſchienen:

Barbieux, Le Livre des Demoiselles, ein franzöſiſches Leſebuch für Mädchenſchulen in

2 Thln., ête verbeſſerte Auflage, Leipzig, Teubner. Diefenbach,Unſre lieben Haus⸗ thiere, in leichten Umriſſen zum Nachzeichnen, Mainz, Scholz. Derſelbe, der Schiefer⸗ tafelzeichner, 2tes Heft, ebendaſelbſt. Derſelbe, das ganze Einmaleins in luſtigen Reimen und Bildern, Stuttgart, Thienemann.

B. Unterricht.

1) Allgemeine Demerkungen.

Die Abänderungen, welche in dem allgemeinen Lehrplane mit Genehmigung Herzoglicher Landesregierung für das Schuljahr 1859 60 eingetreten waren(vgl. Oſterprogramm 1860 S. 20 und 21), wurden auch für das verfloſſene Schuljahr beibehalten. Außerdem wurde von der hohen vorgeſetzten Behörde eine Reduction der lateiniſchen Stunden in II und III von 10 auf 9 und in IV und VII von 9 auf 8 ſowie der geſchichtlichen Stunden in II und III von 3 auf 2 für das rerfloſſene Schuljahr verſuchsweiſe geſtattet. Die Anträge auf die in den beiden verfloſſenen Schuljahren vorgenommene Verminderung der Lehrſtunden waren vorzugs⸗

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