Aufsatz 
Die Wendungen von faire und empecher mit Infinitiv
Entstehung
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Damals erröthete man nicht, seine Selbstsucht und Feigheit zu zeigen, sagt Sismondi von den Folgen der Pest zu Florenz:

On ne rougit pas de laisser voir sa lächeté et son égoisme.

Man war nicht bemüht, das zu thun, sondern man liess es zu, verhinderte es nicht, war unbekümmert darum, dass es geschah.

Sie zeigte so viel Inbrunst im Gebet.

Elle laissa voir tant de ferveur.

Fit würde die Scheinheiligkeit brandmarken.

Ca me réchauffe, disait l'avare quelquefois, en laissant paraitre sur sa ſigure une expression de béatitude. Balzac.

Eine Absicht liegt hier fern, man würde übersetzen: und dabei zeigte sich u. s. W.

Une seule fois il osa laisser éclater son sentiment,

ohne es zurückzuhalten. Il fit éclater son ressentiment, d. h. er platzte in seinem Zorne los. On laissa espérer que la peine s'y bornerait, d. h. man verschloss die Hoffnung nicht. Ferner mit dire, parler und andern.

Il faut bien faire, et laisser dire.

Man muss recht handeln und nicht auf die Geschwätze achten.

L'étranger laissait dire sans écouter.

Dagegen: Je le ferai bien parler.

Ich will ihn schon zum Reden bringen.

Il fit parler de lui.

Er gab zu reden, brachte sich in den Mund der Leute, gab Stoff zum Reden.

Il ne faut pas faire parler M. Raynouard(ihm in den Mund legen, was er vielleicht nicht gesagt hat), mais il vaut mieux le laisser parler lui-même(mit seinen eignen Worten). Ampere.

Endlich: En lui tendant la main et laissant couler les larmes, d. h. sie hielt die Thränen nicht zurück. Mehr activ würde schon das factitive verser, d. i. faire couler, sein, welches mit faire verbunden ein neues Factitiv bildet, gleich arracher, wovon nachher.