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muß, wohl selten erreicht wird. Möge dem allseitig geschätzten Kollegen eine ebenso frucht- bringende Thatigkeit an der neuen Anstalt beschert sein!
Das Lehrerkollegium bestand im Schuljahre 1897/98 aus folgenden Mitgliedern: dem Direktor Dr. Paul Bode; den Professoren Dr. Heinrich Reichenbach und Dr. Karl Gran; den Oberlehrern Otto Morin, Dr. Wilhelm Schauf, Dr. Oskar Winneberger, Edmund Sittig, Dr. August Euler, Dr. Ferdinand Kuhl, Dr. Adolf Collischonn, Heinrich Weiß, Theodor Morin, Dr. Wilhelm Boller, Dr. Paul Wohlfeil; dem Zeichenlehrer Hermann Hein und den Vorschullehrern Friedrich Fertig, Wilhelm Pietzsch, Gustav Jasper und Peter Rodenbusch. Als wissenschaftliche Hilfslehrer waren thätig: Herr Alfred Jung mit 15 Stunden; wâhrend des Winter-Semesters Herr Treutel mit 23 Stunden als Vertreter des Herrn Oberlehrers Dr. Euler, dem zu einem Aufenthalt in Paris für ein halbes Jahr Urlaub erteilt war.
Als Probekandidat warde Ostern 1897 der Anstalt Herr A. Vogel überwiesen. Er ver- ließ im Herbst die Schule, um die zweite Häͤlfte seines Probejähres im Ausland, hauptsächlich in England, zuzubringen.
Zu einer militärischen Übung waren die Herren Oberlehrer Morin II vom 1. April bis 28. Mai, Sittig vom 19. bis 30. Juni, Weiß vom 17. Juli bis 11. September eingezogen. Die Vertretung der beiden ersten Herren übernahm das Kollegium, für Herrn Oberlehrer Weiß traten die wissenschaftlichen Hilfslehrer, Herr Blümlein vom Kaiser Friedrichsgymnasium und Herr Knögel vom Lessinggymnasium, ein.
Vom 26. April bis 5. Mai war der Direktor beurlaubt, da ihm vom Kgl. Prov.-Schul- kollegium die Leitung eines naturwissenschaftlichen Ferienkursus übertragen war. Seine Ver- tretung hatten bereitwilligst die Herren Kollegen übernommen.
Der Gesundheitszustand der Lehrer und Schüler war recht befriedigend. Abgesehen von vorübergehenden Erkrankungen war nur Herr Fertig gezwungen, seinen Unterricht von den Juli- bis zu den Herbstferien auszusetzen. Auch seine Vertretung konnte durch das Kollegium besorgt werden.
Die mündliche Prüfung der Abiturienteu der I“ fand unter dem Vorsitz des Herrn Geheimen Regierungsrates Dr. Lahmeyer am 25. Marz, die der Iy unter Vorsit⸗ des Direktors am 26. März statt. Als Vertreter des Curatoriums war Herr Rechtsanwalt Dr. Fritz Friedleben anwesend. Von den 46 zur Prüfung angemeldeten Schülern erhielten 43 das Zeugnis der Reife.
Am 26. Marz traf die Schule die erschütternde Kunde von dem plötzlichen Ableben eines Schülers, dem am vorhergehenden Tage die Reife nicht zugesprochen werden konnte.
Die schriftliche Prüfung der diesjährigen Abiturienten hat vom 18. bis 22. Februar stattgefunden. Die mündliche Prüfung wird am 22. und 23. Màrz unter dem Vorsitz des mit den Geschaften eines Königl. Kommissars beauftragten Direktors abgehalten werden.
Die mit dem Beginn des Schuljahrs eingetretene Zusammenlegung des Unterrichts hat sich für die Schüler eutschieden als nutzbringend bewahrt. Der Unterzeichnete hat während des Winterhalbjahrs täglich in der 5. Stunde von 12—1 unterrichtet, während er in der Parallelklasse viermal wöchentlich die erste Stunde des Morgens erteilte. Er hat in keiner Weise eine geistige Erschlaffung oder eine Minderwertigkeit der Leistungen gegenüber der andern Abteilung fest- stellen können, wogegen früher die Nachmittagsstunde von 2—3 Uhr zu häufigen Klagen An- laß gab.


