Aufsatz 
Kulturbestrebungen und Schule in Chile
Entstehung
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Fette, alkoholische Getranke, Benzol, Phenol, Salicylsäure, Desinfektion, Sterilisation, Anilin, Stickstoffverbindungen, tierische Ernährung, Hornsubstanz, Opium, Morphin, Chinin, Kaffein, u. s. w. In der Physik behandelt das vierte Jahr Magnetismus und Reibungselektrizität, das fünfte Wärme und Mechanik(Statik und Dynamik der festen Körper, Flüssigkeiten, Gase), das sechste Akustik, Optik und Galvanismus. Im vierten Jahre müssen ausserdem Physik und Chemie einen Teil ihrer Zeit an die Krystallographie abgeben.

Neben diese ausgedehnte und eingehende Unterweisung in den spezifisch naturwissen- schaftlichen Fächern tritt ein gründlicher Unterricht in Himmelskunde. Schon das dritte Jahr der Vorschule gibt Belehrungen über die Gestalt der Erde, die Rotation, den Mond und seine Bewegungen, die Eklipsen u. s. w. Das erste Jahr der Humanidades behandelt dann die Gestalt der Erde, Achse, Pole, Aquator, Breitegrade, Meridiane, Ursprung des metrischen Systems, Horizont, Windrose; das zweite: die Sonne, die allgemeine Anziehungskraft, die Planeten, die Stellung der Erde im Sonnensystem, Mond, Mondphasen, Kometen; das dritte: die Sternenwelt, Milchstraße, Konstellationen, Sternhaufungen, Nebel, Messung der Entfernungen zwischen Sternen; das vierte: die jäahrliche Bewegung der Erde, Ekliptik, Neigung der Erdachse, Unterschied zwischen Sonnen- und Sideraljahr; das fünfte: den Himmel, die anscheinende tägliche Bewegung vou Sonne und Sternen, den Begriff der Himmelskugel, Weltachse und Pole, Zenith, Nadir, Horizont, Erde, Sonne, Ekliptik, Mond, Eklipsen; das sechste bei eingehenden Repetitionen: die allgemeinen Prinzipien, besonders das Gesetz der Gravitation, die Planeten, Kometen, Fixsterne, den Nutzen der Astronomie als Grundlage der Geographie, Zeitbestimmung, Kalender. Den Abschluss bildet ein UÜberblick über die Geschichte der astronomischen Wissenschaft.

Eine Festigung und Vertiefung der im naturwissenschaftlichen Unterricht erhaltenen An- schauungen, Begriffe und Arbeitsmethoden bezweckt schliesslich ein zweijahriger philosophischer Kursus, der in den letzten zwei Schuljahren an die Stelle des Religionsunterrichtes tritt. Das erste Jahr behandelt in sokratischem Verfahren die formale Logik(Begriff, Urteil, Schluß), das zweite die Methoden wissenschaftlicher Forschung(Analyse, Synthese, Abstraktion, Hypothese, Gesetz, Induktion, Deduktion und die Spezialmethoden der einzelnen Wissenschaften) und Dar- stellung(Definition, Klassifikation, Beweis) und die Geschichte der Wissenschaften und ihrer Me- thoden. Ausgeschlossen von diesem Unterrichte sind Theodicee, Metaphysik, Geschichte der Phi- losophie und die Moral. Es erscheint in dieser Auswahl aus dem Gesamtgebiete der Philosophie

Schulreform ist es aber kennzeichnend, daß man vor dieser schwierigsten aller pädagogischen Aufgaben nicht zurückgeschreckt ist. UÜber den Nutzen, den man sich von diesem Unterrichte verspricht, außern sich die Lehrpläne folgendermaßen:Dieser Unterricht am Ende des Studien- ganges soll dazu dienen, die wissenschaftlichen Grundbegriffe zu klären, die einen zu den anderen

der Lösung harrenden Probleme zu fixieren, damit die Schüler sich über den gegenwärtigen Stand der Entwickelung der Menschheit(sich) klar werden und sich für den Fortschritt ihres Vaterlandes und der Welt(sic!) interessieren lernen.