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zugsweise im Griechischen, in beschränktem Maasse auch im Lateinischen und Deut- schen, der Gebrauch des sogenannten ethischen Dativs ausgebildet hat. Wenn nun in dem Casus an sich dieses Verhältniss im Allgemeinen ungedeutet ist, so tritt im Participium die nähere Bestimmung der subjectiven Theilnahme als Wunsch, Hoff- nung, Abneigung u. s. w. hinzu, und so gestaltet sich eine Ausdrucksweise, welche, da sie nur durch die feinen Fäden eines innerlichen Antheils mit dem realen Inhalt des Ge- sagten zusammenbhängt, der merkwürdigen Erscheinung der sogenannten absoluten Ca- sus nahe verwandt ist. Die letzte Consequenz derselben tritt in den wenigen Beispie- len hervor, wo der Dativ des Participiums sich an kein voraufgehendes Nomen oder Pronomen anlehnt, sondern unabhängig sich einem andern Casus zur Seite stellt. Der eine dieser Fälle ist der oben(S. 10.) besprochene 555. ueεraσάσ τ ς υνeς 2„ε* rödet ²Mεrc ul ed εο Tenaον. Und wenn wir dort diesen auffallenden Dativ durch die Einwirkung eines verwandten Ausdrucks, der dem Dichter aus geläufigerem Gebrauch vorschweben mochte, begreiflich zu machen suchten, so wird sich die Auswei- chung zum Dativ durch die Hinneigung desselben zu jener ethischen Wirkung, von der wir eben sprachen, um so leichter erklären. Ein zweiter Fall dieser Art K 187. 1, dμα εos drd SAeαοour 62uler ixra TrIaæαœονοεσι νœάανναν ist zwar in der äusseren Erscheinung dem ersten gleich, da der Dativ des Participiums ohne gramma- tische Verbindung auf den Genitiv ν folgt; aber der Dativ hat hier weniger einen ethischen Charakter, sondern scheint wieder durch die Analogie verwandter Wendun- gen herbeigeführt zu sein, wie etwa des 70107 6½ Tæo⁵εέeεσι μμας εν εαρσιοο 1˙εν (« 423.) oder wat ru ν ⁶ςννοσιέιμνοασιν εανν ⁴os 1ε⁵οο(ꝓρ 226.) und 241. 2 ʃ νυνη 6νοοαιννοοσι σἀeν 600d⁴νredos ws an welchen beiden letztern Stellen das Pronomen gänzlich fehlt. Sie alle aber legen uns die Bemerkung nahe, dass die homerische Sprache sich auf dem Wege befand, auch den Dativ des Participiums neben dem Genitiv, der durch die grössere Mannichfaltigkeit seiner Beziehungen immer mehr das Uebergewicht erlangte, zu jener Ausdrucksweise zu verwenden ¹⁶), die wir der äussern Erscheinung wegen die der absoluten d. h. aus dem grammatischen Zusammenbang ausgeschiedenen Casus nennen, in der That aber nur dann völlig verstehen, wenn wir uns ihres innern Ver- bandes mit der Periode bewusst werden.
Vor Allem aber werden wir diese Bemerkung begründet finden bei einer genaueren Betrachtung der participialen Genitive, in welchen der absoiute Gebrauch der Partici- pien, wie man ihn gewöhnlich bezeichnet, seinen constanten Ausdruck in der griechi- schen Sprache gefunden hat. Eine gründliche Beurtheilung der maunichfaltigen Er-
*⁶) Als Ueberrest dieses Sprachgebrauchs sind die bekannten fast absoluten Dativ-Participia der Prosa: dο⁶eτε, μmτ⁷υντιι ον³⁴νκτνε ozonorht‿rn, Sordontrs, SeAlorre und ähnliche zu betrachten. Vgl. Matthià Gr§. 388. Krüger Gr.§. 48, 5. A. 2.
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