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ſprüche des Geſchäftslebens nicht geſtatten könnten: es beruht dieſes Vorurtheil auf einem gänz⸗ lichen Verkennen der gegenwärtigen Bildungsbedürfniſſe. Die Realſchule pflegt durch erziehlichen Unterricht die praktiſchen Tugenden der Arbeitſamkeit, des Fleißes, des praktiſchen Sinnes, der Pünktlichkeit und Gewiſſenhaftigkeit; wenn ſie nun im letzten Stadium ihres Strebens diejenigen Kenntniſſe verbreitet, welche die Erfolge dieſer praktiſchen Tugenden auf dem weiten Felde der Arbeit zeigen, wenn ſie durch volkswirthſchaſtliche Belehrungen unmittelbar ins Leben übergreift und das Syſtem menſchlicher Produktion und Conſumtion auf einfache Geſetze zurückführt, ſo kann man ihr gewiß nicht den Vorwurf machen, daß ſie vom praktiſchen Leben ableite. Im Gegentheil ſpannt ſie ein Netz volkswirthſchaftlicher Grundſätze, welches im Geſchäftsleben als Regulativ dient und leiſtet durch dieſe ganz und gar praktiſche, weil allgemeine Bildung, Garantie, daß unſere Jugend die rechten Geſichtspunkte für ihre Berufsthätigkeit von Haus aus mitnimmt. Es handelt ſich heutzutage nicht ſo ſehr um Geſchäfts⸗, als um intellektuelle und Charakterbildung. Dann wird man auch zur Einſicht kommen, daß in jedem Berufe Chre und Erfolg zu erringen ſind, wenn auch die mechaniſche Arbeit von einem geiſtigeren Streben befruchtet wird, und es wird das Vorurtheil beſeitigt werden, gründliche Schulbildung mache zum Mechanismus der bloßen Handarbeit untüchtig und unwillig.
Indem wir den volkswirthſchaftlichen Geſichtspunkt neben andern im Unterricht empfehlen und die Volkswirthſchaft als Schlußſtein der realiſtiſchen Bildung in elementarer Weiſe in den Oberklaſſen lehren, in der feſten Ueberzeugung eine ſichere Brücke aus der Schule ins Leben zu ſchlagen, verſteht es ſich von ſelbſt, daß dieſe nur von ſolchen unſerer Schüler mit Erfolg be⸗ ſchritten werden kann, welche das Glück genießen unſere ganze Schule zu abſolviren.
Es liegt im Intereſſe jeder um das Wohl und die ruhige Entwickelung der Staaten be⸗ ſorgten Regierung, dem volkswirthſchaftlichen Jugendunterricht ihre Theilnahme zu widmen und auch dieſe Seite der Volksbildung zu leiten und zu unterſtützen. Von Vorurtheilen befangene Geguer, welche den volkswirthſchaftlichen Unterricht verwerfen oder aufeinden ſollten, werden ihn mit der Zeit ſicher ebenſo annehmen oder ſich von ihm überwinden laſſen, wie ehemals alle civiliſirte Nationen ſich der Feuergewehre bemächtigen mußten, wenn ſie nicht Pndanh wie Wehr⸗ loſe wollten überwältigt werden.


