Aufsatz 
Die erste Festwoche des Deutschen Schillerbundes in Weimar : (5.-10. Juli 1909.) / von Paul Fischer
Entstehung
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Es bestanden bei 17 getrennt zu unterrichtenden Klassen 14 Turnabteilungen zu je 3 Stunden. Zur kleinsten Abteilung gehörten im S. 27(U II 0), im W. 25( II O), zur größten im S. 52(V M), im W. 55(0 II) Schüler. Es wurde in der städtischen Turnhalle an der Bellevuestraße geturnt, ferner im S. auf dem städtischen Turnplatz an der Scharnhorststraße und auf dem Exerzierplatz an der Körnerstraße(V und VI). Der Turnunterricht der VI und V fand vormittags statt, die Klassen UIII- I turnten nachmittags, IVO und IVM turnten vor- und nachmittags. Die Vorschulklassen l und 2 turnten jede zweimal wöchentlich. Ebenso wie früher suchte die Schule auch in dem verflossenen Schuljahr solche gymnastischen Ubungen zu fördern, die nicht im Rahmen des Turnunterrichts liegen, vor allem das Schwimmen und Rudern. Von den 647 Schülern(am 1. 2. 10) können 339 schwimmen, von der Gesamtzahl 53,7%, 94,0% in den Oberklassen, 66,6% in den Mittelklassen, 18,8% in den Unterklassen. Radfahrer sind 278 Schüler= 42,7%. Rudern als Leibesübung haben in den oberen Klassen bis UII einschließlich 41 Schüler= 19,9% getrieben. 3

II. Mitteilungen aus Verfügungen der Behörden.

(Mi= Ministerium, PSK= Provinzial-Schulkollegium, M= Magistrat.)

1) 17. 3. 09. Mi. Der Inhaber eines Zeugnisses einer lateinlosen höheren Schule kann den Nachweis von Kenntnissen in der lateinischen Sprache durch eine Prüfung an einer lateintreibenden Vollanstalt(Gymnasium oder Realgymnasium) auf Grund neuer Bestimmungen erbringen. 3

2) 25. 3. 09. PSK. Der katholische und jüdische Religionsunterricht an den Stettiner höheren Lehr- anstalten ist von Ostern 1910 ab für die nächsten zwei Jahre in den Räumen der FWS zu erteilen.

3) 6. 4. 09. PSK. Der Herr Minister hat dem Schülerruderverein der FWS zur Beschaffung von Ruder- booten ausnahmsweise eine Beihülfe von 300 bewilligt unter der Bedingung, daß die noch fehlenden Mittel auf privatem Wege aufgebracht werden.

4) 28. 4. 09. PSK. Entsprechend einem Ministerialerlasse vom 8. 3. 09 ist künftig schon bei der Aufgaben- stellung für einzelne Sätze und Wendungen des Textes der lateinischen Reifeprüfungsarbeit am Realgymnasium eine grammatische Analyse, unter Umständen sogar für einzelne Wörter eine genaue Formbestimmung zu fordern.

5) 12. 6. 09. PSK. Für Schulausflüge sind die vereinbarten Tage des Konfirmandenunterrichts(Dienstag und Freitag) zu meiden.

6) 25. 8. 09. M lehnt die beantragte Erhöhung der Etatspositionen für 1910 ab.

7) 24. 11. 09. PSK. Ferienordnung der höheren Schulen Pommerns für 1910.

Ferien: Schulschluß: Schulanfang: a) Ostern 1910 Mittwoch, d. 23. März mittags Donnerstag, d. 7. April früh b) Pfingsten Freitag, d. 13. Mai nachmittags Donnerstag, d. 19. Mai früh c) Sommer Freitag, d. 1. Juli mittags Dienstag, d. 2. August früh d) Herbst Sonnabend, d. 1. Oktober mittags Dienstag, d. 18. Oktober früh e) Weihnachten Mittwoch, d. 21. Dezember mittags Donnerstag, d. 5. Januar 1911 früh f) Ostern 1911 Mittwoch, d. 5. April mittags Donnerstag, d. 20. April fruli

8) 21. 12. 09. PSK. Teilnehmern an Tanzstunden ist künftig Befreiung von Turn- und anderen Pflichtstunden im allgemeinen nicht mehr zu gewähren.

9) 15. 2. 10. Mi. Primanern, die nach einjährigem Besuch der Prima in das Heer als Fahnenjunker eintreten, darf nach Maßgabe ihrer Schulzeugnisse die Fähnrichprüfung erlassen werden.