Aufsatz 
Die Belagerung von Frankfurt
(1552)
Entstehung
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Dame gebühre, zur Begleitung mitgeben. Dieſe ſollten ſicheres Geleit erhalten. Auch möchte Johann von Buſeck, de damals Schultheiß war, ſeine Tochter, wenn er wolle, mit hinaus in's kurfürſtliche Lager ſchicken. Ferner for⸗ derte der Kurfürſt von Sachſen, man ſolle die Geſandten der Stadt Wetzlar, welche auf Aufforderung des Obriſten von Hanſtein in die Stadt gekommen und durch die Belage⸗ rung mit eingeſchloſſen ſeien, ſofort nach Wetzlar entlaſſen; ſonſt müſſe man mit Feuer und Schwert gegen die Stadt Wetzlar verfahren. Ueber dieß Schreiben des Kurfürſten ward ſofort Kriegsrath gehalten und beſchloſſen, man wolle daſſelbe nicht annehmen, ſondern dem Trompeter wieder! zuſtellen und dem Kurfürſten Bericht geben, daß die Jung⸗ frau in der Stadt wohl aufgehoben ſei; zudem müſſe man auch Jungfrauen in der Stadt haben. Wollten die Herrn im Lager tanzen, ſo ſollten ſie anderswoher Jungfrauen kommen laſſen. Albrecht von Roſenberg, welcher dem Trompeter dieſen Beſcheid mitzutheilen beauftragt war, fragte denſelben unter Andern, wo der Kurfürſt Moritz ſei und ob er noch den gelben Judashut trage. Darauf entgegnete der Gefragte:Mein Herr iſt im Lager mit ſeinem gelben Hute.Nun denn, ſchloß Roſen⸗ berg,ſo gehe denn hin und ſage ihm, er möge fromm werden und die Judasfarbe ablegen und zum Kaiſer gehen und ihn heißen, die Stadt aufzugeben; es werde ſonſt Nichts geſchehen.

Am gleichen Tage, als Kurfürſt Moritz von Sachſen ſich der Stadt genähert hatte(25. Juli), war auf dem linken Ufer des Mains vor Sachſenhauſen auch Albrecht mit ſeinem Geſchütze vom Mühlberg herabgerückt und hatte am Fuße des Berges der Morgenſeite von Sachſenhauſen gegenüber, im ehemaligen Brommiſchen Hofe, eine Schanze