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Angriff des Kurfürſten zu unterſtützen, und viel Geſchütz von der Friedberger Warte herab im Anzuge geweſen ſei, ſo kann man wohl aus dieſen Angaben ſchließen, daß am 26. die Verbündeten einen entſcheidenden Angriff gewagt haben. Dieß beſtätigt eine Notiz, welche Ranke in ſeiner deutſchen Geſchichte im Zeitalter der Reformation V. S. 274 in der Anmerkung mittheilt.*) Daſelbſt heißt es in einem Briefe an den Kurfürſten von Brandenburg:„Am 25. und 26. haben Markgraf und Kurfürſt zwei große Stürme vor Frankfurt verloren und ſind dermaßen abgewieſen wor⸗ den, daß ſie nicht leicht wiederkommen.“ An dem nämlichen Tage wurde auch der ſchöne hohe Friedberger Thurm in⸗ wendig abgetragen und mit gewaltigem Geſchütz in die Stadt abgeſchoſſen, um weiteres Unglück zu verhüten. Ein Ausfall, den einige Fußknechte gemacht hatten(„die Reiter blieben, ſo ſchlimm ſie auch waren, lieber auf dem Pflaſter, ausgenommen, wo es Etwas zu rauben galt“) tödtete den Feinden einige Leute.
Bereits am 28. ſchickte der Kurfürſt Moritz von Sachſen einen Trompeter an das Thor mit einem Schreiben an den Rath, welches der jüngere Herr Bürgermeiſter, Johann Völker, und der Obriſt von Hanſtein in Empfang nahmen. Darin war Folgendes enthalten: Im Weißfrauenkloſter halte ſich eine Jungfrau von Adel, Herrn Rudolph Schenk von Schweinsberg, Statthalters zu Caſſel ſel. Tochter, welche mit Johann von Buſeck Sohn verlobt ſei; da die gegenwärtige Belagerung kein Jungfrauenſpiel ſei, ſo ſolle man das Fräulein in's kurfürſtliche Lager ſchicken, und ihr zwei ehrliche Frauen, wie es einer adligen
*) Lersner I. S. 384 beſtätigt ein heftiges Feuer aus dem feind⸗ lichen Lager.


