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pfannen an, mußte ſie aber bald wieder löſchen, ſobald der Feind nach den erhellten Plätzen Geſchützkugeln warf. Vom Mühlberge aus, deßgleichen auf dem Fiſcherfelde und in der Nähe des Friedberger Thores rückten die Belagerer mit ihren Verſchanzungen näher an die Stadt. Aber es hat ſie Alles Nichts geholfen.
Um aber jeglichen Verrath unmöglich zu machen, beſchloß der Rath, etliche Bürger, welche ſich Anfangs und nachher zum Feinde hielten, ebenſo 4 Frauen und Kinder ſolcher Männer, die bei dem Feinde dienten, auszuweiſen. Auch gegen ſaumſelige Söldner ſchritt der Obriſt ein. Der Hauptmann Imhof von Nürnberg ward mit ſeinem Lieute⸗ nant, Fähnrich und Feldwebel in Ketten gelegt, weil ſie feindliche Spione durchgelaſſen hatten. Die Letztern wur⸗ den ſofort aufgehängt.
Der Hauptmann Imhof hatte nach der Angabe von Neuhauß S. 169 nicht an den ihm angewieſenen Ver⸗ ſchanzungen gearbeitet, auch 3 Tonnen Pulver und ein Faß mit Fußeiſen bei ſich in der Herberge behalten und ſeinen Knechten nicht das Quartier vertheilet; außerdem waren ſeine Kriegsleute unordentlich und unpünktlich auf der Wache geweſen und hatten ſich beklagt, daß der Haupt⸗ mann etwa einen Tag und eine Nacht nicht zu ihnen gekommen ſei und ihnen auch kein Pulver und Blei gegeben habe. Einige Söldner des Rathes hatten im Dienſte der Stadt gleichfalls das Leben verwirkt. Da ließ ihnen der Rath die Wahl, ob ſie ſterben oder auf Kundſchaft in das feindliche Lager gehen wollten. Sie wählten das Letztere und verließen zur Nachtzeit die Stadt, ohne je wieder Etwas von ſich hören zu laſſen.
Der Geſundheitszuſtand in der Stadt war nicht befrie⸗ digend. Der Obriſt ſelbſt litt am Fieber und die Söldner


