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Vor Sachſenhauſen lagerten ſich auf und längs dem Mühl⸗ berge Markgraf Albrecht von Brandenburg, die Herzoge von Mecklenburg, Herzog Chriſtoph von Baiern, der Pfalz⸗ graf und der Graf Chriſtoph von Oldenburg da, wo zuvor die Herrenmühle geſtanden hatte, welche nicht weit von dem Seehof war und noch am gleichen Abend des 17. brannten die Markgräflichen die Sachſenhäuſer Warte ab, während die Sachſen an der Friedberger Warte„den ſpringenden Brunnen“ abgruben. Das geſammte kaiſerliche Kriegsvolk und die Bürgerſchaft hatte den ganzen Tag und die Nacht unter den Waffen geſtanden und ſich für alle Fälle auf ihren Sammelplätzen bereit gehalten.
Am folgenden Tage(18. Juli) ſchoß man aus der Stadt auf den Feind, welcher Verſchanzungen errichtete und Laufgräben eröffnete. Der Feind verlor dabei nicht wenige Leute, ließ ſich aber in ſeinen Arbeiten nicht ſtören und beſchoß Nachmittags von 2 Uhr an die Stadt. Etliche Häuſer und Thore wurden beſchädigt, viele Höfe und Gartenhäuſer geplündert und verbrannt. Die Bürger von Sachſenhauſen fuhren fort, Weiber und Kinder und den beſten Hausrath herüber in die Stadt zu flüchten, da ein Gerücht ſie beſorgt gemacht hatte, man müſſe ihre Häuſer abbrennen. Zwei Spione, welche in der Stadt aufgegriffen worden waren, hat man mit Ruthen ausgepeitſcht.
Am 19. Juli bemerkte man in der Stadt, wie die Feinde das Luſthaus des älteren Herrn Bürgermeiſters Johann von Glauburg, die ſogenannte Bornheimer Oede, abbrannten und ihre Geſchützkugeln vorzugsweiſe auf den hohen Bockenheimer Thurm richteten, um ihn umzuwerfen. Darum beſchloß der kaiſerliche Obriſt mit Genehmigung des Rathes denſelben abbrechen und zum Theil in die Stadt abſchießen zu laſſen, damit die Trümmer deſſelben


