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verhüten, ließ der Rath die verſchiedenen Zunftſtuben ſchließen und machte die Bürgerſchaft auf den Ernſt der kommenden Tage aufmerkſam. Denn ſchon war Kunde eingelaufen, wie die Truppen der verbündeten Fürſten von Nürnberg, Würzburg, Miltenberg, Mergentheim und Aſchaffenburg gehauſt hatten, und wohl gedachte man noch der Drohungen, mit welchen der junge Landgraf von Heſſen und der Biſchof von Bayonne die Abgeordneten des Rathes nach den vergeblichen Aufforderungen in Bonames ihrem Bunde mit dem franzöſiſchen Könige beizutreten höchſt un⸗ gnädig und unwillig am 19. März entlaſſen hatte.
Bereits war Alles ſchlagfertig und auf den Empfang der unlieben Gäſte vorbereitet, da erſchien noch in der letz⸗ ten Stunde ein kaiſerlicher Kriegskommiſſär, Herr Corne⸗ lius von Ege, mit etlichen Pferden, deren drei mit Geld beladen waren, wie man erzählte mit einer Summe von 100,000 Gulden. Der Rath war dadurch einer großen Sorge enthoben; denn er hatte ſich bereits darauf gefaßt gemacht, abermals den Sold für die kaiſerlichen Kriegsleute vorſchießen zu müſſen. Aus einem Rathsbeſchluß*) vom 25. Juli 1552 geht hervor, daß, da zwiſchen Bürgern und Söldnern bezüglich des Werthes der verſchiedenen Silber⸗ und Goldſorten Uneinigkeiten entſtanden waren, man es für rathſam erachtet hatte, einen Cours für die Dauer der Belagerung feſtzuſtellen.
Sonntag den 17. Juli nahten ſich die Verbündeten, der Kurfürſt Moritz von Sachſen, der Markgraf Albrecht von Brandenburg, der Landgraf Wilhelm von Heſſen, die Herzoge Georg und Johann Albrecht von Mecklenburg, Ernſt von Braunſchweig, der Pfalzgraf Otto Heinrich, ohne
*) Er iſt abgedruckt Lersner II. S. 493.


