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und Kindeskinder bis in den Himmel ſchreien, und uns, die wir ſolches zugeſehen hätten, unter der Erde verfluchen würden.“ Die Verbündeten rückten am 4. April bereits in Augsburg ein, während der Kaiſer ohne Geld und ohne Credit, ohne Truppen und Bundesgenoſſen noch in Inns⸗ bruck lag. Krank und verlaſſen verſuchte er nach Ulm zu entfliehen, allein auf die Nachricht, daß ſeine Feinde ſchon im Anzuge ſeien, mußte er, um ihnen nicht in die Händer zu fallen, nach Innsbruck zurückkehren. Carl's Bruder, Ferdinand, traf mit Moritz von Sachſen in Linz zuſammen und einigte ſich mit demſelben zu einem Waffenſtillſtand, um auf einer Verſammlung zu Paſſau ſich über die For⸗ derungen der Verbündeten zu einigen. Der Waffenſtillſtand ſollte mit dem 26. Mai beginnen. Da aber der Kaiſer mittlerweile Geld und Truppen erhalten hatte, ſo beſchloſſen die Fürſten, den Kaiſer noch vor dem 26. in Innsbruck zu überfallen. Sie drangen in Tyrol ein, nahmen die wichtige Grenzfeſtung der Ehrenberger Klauſe und hätten den Kaiſer in Innsbruck ſicher in ihre Gewalt bekommen, wäre nicht unter ihren Truppen eine Meuterei ausgebrochen, welche dem Kurfürſten Moritz beinahe das Leben gekoſtet hätte. Dadurch gewann der Kaiſer Zeit zur Flucht. Am 19. Mai, Abends 9 Uhr, brach er in Begleitung des Kur⸗ fürſten Johann Friedrich, dem er erſt jetzt die Freiheit ange⸗ kündigt hatte, und ſeines Hofſtaates bei Fackelſchein den Weg durch das Gebirge an und erreichte glücklich Villach in Kärnthen. Am 23. Mai rückten die Fürſten in Inns⸗ bruck ein und nahmen Alles, was der Kaiſer und die Spa⸗ nier zurückgelaſſen hatten, in Beſitz. Als man ſpäter dem Kurfürſten Moritz vorwarf, er habe dem Kaiſer abſichtlich Zeit zur Flucht gelaſſen, ſagte er:„Ich hätte wirklich für einen ſo vornehmen Vogel keinen Käfig gehabt.“


