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in's Gerauer Land und holten zu Darmſtadt, Dornbach, Lichtenberg, Gerau und Rüſſelsheim über 6000 Malter Korn und Hafer, 100 Fuder Wein, 2000 Hämmel und Schaafe und 1500 Stück Hornvieh. Zu Babenhauſen holten ſie 11 große Büchſen auf Rädern und 100 Achtel Korn. Weiter brachten ſie von Eppſtein, Schwalbach, Steinfurth und andern eppſteiniſchen Dörfern 300 Stück Hornvieh, 1000 Schaafe, Hühner, Gänſe, auch Heu, Stroh und Hafer in großer Maſſe ein. Zu Kronberg holten ſie 7 Stück Büchſen auf Rädern. Königſtein gab kein Ge⸗ ſchütz heraus, da Graf Ludwig auf den großen Tag nach Paſſau verreiſt ſei.*)
Die verbündeten Fürſten waren inzwiſchen gegen den Kaiſer Carl ſehr thätig und glücklich geweſen. Während die Franzoſen Toul und Metz beſetzten und im Elſaß mehrere Städte wegnahmen, hatte ſich Moritz von Sachſen mit ſeinen Anhängern, dem Landgrafen Wilhelm von Heſſen und dem Markgrafen Albrecht von Brandenburg in Rothen⸗ burg an der Tauber vereinigt und in einem Manifeſte dem Kaiſer den Krieg erklärt. Als Gründe zu demſelben waren angegeben, daß Carl ſeinen vielfachen Verſicherungen zu⸗ wider die proteſtantiſche Lehre mit Gewalt des Schwertes zu unterdrücken ſuche, daß trotz aller Verwendungen deutſcher Fürſten der Kurfürſt und der Landgraf noch immer ge⸗ fangen gehalten, daß gewaltſame Verſuche zum Umſturze der Reichsverfaſſung und zur Vernichtung der Freiheit deutſcher Nation gemacht würden.„Es liegt vor Augen, was maßen man uns Deutſchen ſammt und ſonders endlich zu einem ſolchen unerträglichen, viehiſchen erblichen Servi⸗ tut, Joch und Dienſtbarkeit, wie in andern Nationen vor Augen iſt, zu bringen vor hat, darob unſere Nachkommen
*) Neuhauß S. 133 bis 138.


