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wärtigen harten Kriegsnöthen, wo aller Handel ruhe, kaum die eigenen Knechte zu erhalten vermöge. Hanſtein rückte näher an die Stadt heran und ſchlug ſein Lager in den Gärten oben an der Stadt zwiſchen Bornheim und dem Röderberg auf. Die kaiſerlichen Kriegsknechte thaten als⸗ bald den Bürgern und Bauern an Feldern, Gärten, Wieſen und ſonſt großen Schaden, da ſie keinen Sold erhielten und zu ſolchem Muthwillen Zeit und Gelegenheit hatten. Um dieſem Unfuge vorzubeugen, ließ ſich der Rath endlich herbei, dem Obriſten für kaiſerliche Rechnung 6000 Gul⸗ den auszahlen zu laſſen, wobei er jedoch dringend aufge⸗ fordert wurde, es nicht weiter zu erlauben, daß die Bürger von den Kriegsleuten an ihrem Eigenthum geſchädigt wür⸗ den. Zugleich forderte der Rath den Obriſten von Han⸗ ſtein auf, ſich in Zeiten mit Proviant zu verſehen. Un⸗ mittelbar hiernach ſchloſſen Oberſt Conrad von Hanſtein und ſeine Hauptleute ſammt dem geworbenen Kriegsvolke und der Rath ſammt der Bürgerſchaft und den Kriegs⸗ knechten der Stadt einen Vertrag, der eidlich bekräftigt wurde, ſie wollten feſt bei einander ſtehen und halten und die Stadt vor den Fürſten ſchützen; ſollte aber das Kriegs⸗ volk des Obriſten außerhalb der Stadt von den Feinden zu hart bedrängt werden, ſo wolle Rath und Bürgerſchaft ſie in die Stadt aufnehmen, doch eher nicht, als bis die äußerſte Noth vorhanden ſei.*)
Sobald dieſer Vertrag abgeſchloſſen war, brach der Obriſt von Hanſtein mit 4 Fähnlein Fußgängern und einem Geſchwader Reiter auf und entlieh zu Hanau von den Grafen von Hanau ⸗Lichtenberg 14 Stück Büchſen auf Rädern, faſt lauter Feldgeſchütz. Ebenſo zogen 6 Fähnlein
*) Lersner II. S. 484 bis 487.


